Frühburgunder

Eine relativ selten angebaute Rebe ist der Frühburgunder. Gerne wird er auch immer wieder als Blauer Frühburgunder bezeichnet. Beim Frühburgunder handelt es sich um eine natürliche Mutation des Spätburgunder (Pinot Noir). Die eigenständige, rote Rebsorte reift etwa zwei Wochen früher als der Spätburgunder, so entstand auch der Name. Glücklicherweise gewinnt der Frühburgunder wieder mehr an Bedeutung und Rebfläche.Der Frühburgunder stammt aus der Familie der echten Burgundersorten (Pinot), diese ist morphologisch eine sehr konforme Gruppe, die sich einzig durch die Farbe der Trauben, Behaarung von Blatt und Triebspitzen und dem Geschmack der daraus entstehenden Weine unterscheiden. Das Weingut Philipp Kuhn konnte mit seinem Frühburgunder schon mehrmals beim deutschen Rotweinpreis punkten. Auch das Weingut Rudolf Fürst aus Franken macht neben den hervorragenden Spätburgundern auch zwei leckere Frühburgunder.

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Durch die frühe Reife, ist er äußerst selten von Grauschimmelfäule (Botrytis cinerea) befallen, wodurch die Farbe des Spätburgunders häufig ungünstig beeinflusst wird. Die Früchte des Frühburgunders sind nicht so groß wie die des Spätburgunders. In der Schale der Beeren befinden sich die meisten Geschmacksstoffe, somit ist bei den kleineren Beeren des Frühburgunders das Verhältnis Schale zum Rest der Frucht größer und da der Ertrag auch geringer ist, entstehen aus Frühburgunder meistens samtige und gehaltvolle Weine.Typisch für den Frühburgunder ist seine meist ziegel- bis dunkelrote Farbe, mit Aromen von Kirsche, Brombeeren, schwarze Johannisbeeren, Mokka, Himbeere und immer wieder auch Rauch. Er verfügt über eine angenehme Säure und einen vollen Körper, wodurch er zu dunklen Fleichgerichten oder zu kräftigen Soßen gut passt. Wird der Frühburgunder im Barrique ausgebaut, beträgt die Haltbarkeit durchaus bis zu 10 Jahren oder mehr.

Anbau in Deutschland

Der Anbau des Frühburgunders gewinnt wieder mehr an Bedeutung. Im Jahr 2003 betrug die Rebfläche noch etwa 176 ha und bis zum Jahr 2007 erhöhte sich die Anbaufläche auf 251 ha. Am häufigsten wird er an der Ahr und in Rheinhessen angebaut. An der Ahr hatte der Frühburgunder schon immer eine besondere Bedeutung, auch hier nahm die Fläche in den letzten Jahren zu, so dass an der Ahr inzwischen 37 ha angebaut werden.

Da es sich beim Frühburgunder um eine regionaltypische, identitätsstiftende Rebsorte handelt, wurde er von der Oranisation Slow Food in die Arche des Geschmacks aufgenommen. Dafür muß eine strenge Aufnahmeprüfung durchlaufen werden, bei der u.a. nachgewiesen werden muss, dass die geschmackliche Qualität erstklassig ist, das Produkt eine lange Geschichte aufweisen kann und zudem existenziell gefährdet ist.

Für den Frühburgunder finden sich viele Synonyme, hier einige Beispiele: Pinot Madeleine, Pineau Madeleine, Petit noirin, Früher blauer Klevner, Frühe Jakobstraube, Blaue Jakobstraube, Tuannes negres, Magdolna szoeloe, Laurenziustraube.

Hersteller und Weingüter
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