Nuragus - die unbekannte Rebsorte aus Sardinien
Die Rebsorte Nuragus ist eine autochthone Weißweinsorte, die ausschließlich auf der italienischen Insel Sardinien kultiviert wird. Ihr Name geht auf die gleichnamige Gemeinde Nuragus in der Provinz Sud Sardegna zurück, die als Ursprungsregion dieser Rebe gilt. Heute erstreckt sich der Anbau hauptsächlich über den Süden der Insel, insbesondere in der Provinz Cagliari. Die Herkunftsbezeichnung „Nuragus di Cagliari DOC“ unterstreicht dabei die traditionelle und regionale Bedeutung der Sorte. Außerhalb Italiens – und insbesondere außerhalb Sardiniens – ist die Sorte nahezu unbekannt, weshalb Nuragus Sardinien ein eindeutiger Bezugspunkt für alle Liebhaber dieser speziellen Rebsorte bleibt. Mit einer Anbaufläche von rund 1.200 Hektar zählt sie zu den häufigsten Weißweinsorten auf Sardinien, ist aber im Vergleich zu anderen Rebsorten in Italien eher eine Spezialität.
Geschmack und Stilistik von Nuragus Weinen
Nuragus Weine zeichnen sich durch eine frische, trockene und zumeist leichte Stilistik aus. In der Nase zeigen sich dezente Aromen von Zitrusfrüchten, grünem Apfel und weißen Blüten, gelegentlich begleitet von einem Hauch Bittermandel. Am Gaumen sind die Weine elegant, mit mittlerem Körper, lebendiger Säure und einem angenehm mineralischen Abgang. Der aromatische Ausdruck ist meist zurückhaltend, was Nuragus Weine zu idealen Speisenbegleitern macht. In der Regel werden sie reinsortig vinifiziert und jung getrunken, um ihre frische, unkomplizierte Art bestmöglich zur Geltung zu bringen.
Lagerfähigkeit von Nuragus Wein
Die meisten Nuragus Weine sind nicht für eine lange Lagerung bestimmt, sondern entfalten ihren Charakter am besten in den ersten ein bis zwei Jahren nach der Abfüllung. Ihre Fruchtigkeit, Säure und Frische stehen im Vordergrund und sollten in jugendlichem Zustand erlebt werden. Nur wenige Winzer versuchen, durch spezielle Ausbauformen wie sur lie oder Holzfasslagerung, das Potenzial der Rebsorte über längere Zeit zu entwickeln. Im Allgemeinen bleibt Nuragus jedoch ein Wein, der für den frühzeitigen Genuss gedacht ist. Weingüter wie Argiolas oder Santadi sind bekannte Weingüter, die die Rebsorte anbieten.
Speisenempfehlung für Nuragus Weine
Dank ihrer Frische, Leichtigkeit und dezenten Aromatik passen Nuragus Weine hervorragend zur mediterranen Küche Sardiniens. Besonders gut harmonieren sie mit Fischgerichten, Meeresfrüchten, leichten Antipasti und Gemüsezubereitungen. Auch zu mildem Käse, leichten Pastagerichten oder Risotto mit Kräutern oder Zitrusfrüchten bietet Nuragus Sardinien eine erfrischende und ausgewogene Begleitung. Die zurückhaltende Frucht und die feine Säure machen den Wein sehr vielseitig und angenehm zu kombinieren – ideal für warme Tage und leichte Speisen.
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Villa Solais Vermentino di Sardegna DOC
Santadi
“Ein wunderbarer Vermentino mit einer zarten Zitrusaromatik, feinen Blütenaromen und dezenter Säure. Dem Vermentino werden noch 15 % Nuragus zugesetzt, um einen volleren Körper zu erzeugen. Ein herrlicher Terrassenwein, der ideal zu gegrilltem Fisch passt.
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Heugumber Gutedel
Weingut Ziereisen
“Frisch, klar und lebendig, seidig und cremig. Viele Florale Aromen, Äpfel und Zitrusfrüchte. Kein Vordergründiger Wein, zurückhaltende Noblesse. Lecker und frisch.
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S´Elegas DOC
Argiolas
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✓ 100 Prozent Nuragus
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Viviser Gutedel unfiltriert
Weingut Ziereisen
“Frische und Leichtigkeit gepaart mit Charakter. Noten von Zitrus und Pfirsich, dabei nicht banal oder eindimensional. Am Gaumen Mineralität, Würze und Zitrusfrucht. Vernehmbare, aber gut eingebundene, reife Säure, die dem Wein seine Frische verleiht.
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Gutedel Steinkrügle
Weingut Ziereisen
“Wolf im Schafspelz. Mineralität mit Anklängen an Zitrus und Birne. Die Mineralität setzt sich am Gaumen fort. Feuerstein, Salz, leicht kräutrige Noten, gelbe Früchte. Spürbare Phenolik, feiner Schmelz, Filigranität und Finesse. Toller Trinkfluss, animierende, reife Säure, langer Nachhall.
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Amarone Marne Classico DOCG Magnum
Tedeschi
“Die Magnumflasche bietet sich für Feiern & Veranstaltungen an ...
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Jaspis Gutedel 10hoch4
Weingut Ziereisen
“✓ Königsklasse
✓ Immense Dichte und Mineralität
✓ Burgund lässt grüßen
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Anbau des Gutedel
Der Gutedel ist ein Weißwein und mit 5000 Jahren einer der ältesten Kulturreben der Welt. Ihre Urheimat wird in Palästina vermutet. Anfang des 16. Jahrhunderts gelangte der Gutedel in französische Anbaugebiete. Fest steht, dass der Weißwein auf deutschem Boden zu Beginn des 17. Jahrhunderts angepflanzt wurde, zuerst in Württemberg und Franken, später in Sachsen und südlich von Freiburg, dem heutigen Markgräflerland in Baden. Als wohlschmeckende Tafeltraube wird der weiße Gutedel weltweit angebaut. In Deutschland konzentriert sich der Anbau nahezu ausschließlich auf das Markgräflerland zwischen Freiburg und Schweizer Grenze. Dort stehen ca. 1100 der 1140 ha. Die südbadische Spezialität behauptet ihre Anbaufläche seit Jahrzehnten. Weingüter wie das Weingut Ziereisen bieten die spezielle Rebsorte aus Baden in verschiedenen Variationen an.
Gutedelreben begnügen sich mit durchschnittlich guten Standorten, wollen allerdings vor zu kalten Winden geschützt stehen. Bevorzugt eignen sich tiefgründige, nicht zu trockene Böden, aber der Wein reift auch auf flachgründigen Gesteinsverwitterungs- und Kalkböden.
Ausbau und Geschmack des Gutedel

Der besondere Reiz dieser Weine ist der eher geschmacksneutrale Charakter. Damit kommen das jeweilige Terroir, Boden, Kleinklima und Lage der Rebsorte unverkennbar in jedem Wein zum Ausdruck. Die meisten Gutedel werden zu leichten, süffigen Trinkweinen ausgebaut. Gutedel Weine werden gerne schon zum Frühschoppen oder auch zur Vesper getrunken. Der feine Weißwein begleitet adäquat eine leichte Küche, z.B. Gerichte mit Seefisch, oder auch zarte Käsesorten.
Gewiss, der Gutedel braucht Aufmerksamkeit. Der Gutedel ist kein "lauter" Wein. Das Bouquet des Weißwein ist zurückhaltend und im Geschmack ist der Wein nicht gerade eine Fruchtbombe. Dennoch können gute Winzer wie z.B. das Weingut Ziereisen interessante Weine vinifizieren, die man auf jeden Fall probiert haben sollte. Der Gutedel wird grundsätzlich trocken ausgebaut. Den Wein gibt es vom einfachen Qualtiätswein über den Kabinett bis zur Spätlese ( allerdings trocken) in guten Jahren. Auch einen Gutedel Sekt kann man bekommen. Der Gutedel wird meisten jung getrunken. Weine guter Jahrgänge können aber locker 10 Jahre alt werden.
Wissenswertes über den Gutedel , Chasselas oder Roter Gutedel
Das Markgräfler Land, das Elsass und die Regionen der angrenzenden Schweiz werden auch gerne das Gutedel Dreieck bezeichnet. Dort nennt man den Gutedel aus Chasselas. Der Chasselas wird in dieser Region besonders gerne getrunken. Angeblich soll der Wein im französischen Örtchen Chasselas das erste mal angebaut worden sein - deshalb seine Namensgebung. Der Name Gutedel taucht in Deutschland das erste mal Anfang des 17ten Jahrhunderts auf. Im Burgunder ist der Wein auch als Fedant bekannt.
Man nimmt man das der Name Gutedel von Gut und Edel und Rebe abgeleitet wurde. In Baden ist auch noch der Rotwein Roter Gutedel bekannt. Man nimmt an, das der Roter Gutedel ähnlich wie beim Pinot Noir der ursprüngliche Vater Wein ist und der weiße Gutedel neben dem goldgelben Gutedel, Krachgutedel oder Königsgutedel eine Mutation bzw. Variation ist. In der Schweiz kennt man den Wein nur als Chasselas. Nur Gutedel aus dem Wallis dürfen den Namen Fedant tragen.
Der Wein wird in der Schweiz im Wallis und Genfer See. Hier trinkt man den Wein gerne als Starter, also als Aperitif Wein oder zum traditionellen Fondue oder Raclette. Das Markgräfler Land ist das größte Anbaugebiet für Gutedel Wein. Der Name Markgräfler Land leitet sich vom frühreren Markgraf von Baden bzw. der alten Region Marktgrafschaft ab.
















