Hecklinger Schlossberg
Eine der typischsten Weinbergslagen im Breisgau ist der Hecklinger Schloßberg mit der Burgruine Lichteneck. Hier wird nach wissenschaftlichen Erkenntnissen schon seit 1492 Wein angebaut. Der von Süd nach Südwest verlaufende, teilweise terrassierte, Weinberg hat eine Fläche von 67 ha, wovon sich etwa 6 ha in Steillagen befinden. In den Steillagen ist reine Handarbeit erforderlich. Der Untergrund besteht aus skelettreichem Boden und hellen gelblichen Muschelkalksteinen. Diese geologische Kombination findet man in der Schwarzwälder Vorbergzone äußerst selten. Der Hecklinger Schloßberg ist in Baden durch und durch als reine Spitzenlage für Spätburgunder und Chardonnay bekannt. Das Weingut Bernhard Huber macht in dieser Lage wunderbare Spätburgunder VDP Große Gewächse.
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Riesling Weilberg GG
Weingut Rings
“Der expressive, opulente Riesling-Typ. Oft früher zugänglich als der SAUMAGEN, jedoch mit genauso großem Reifepotential. Viel Extrakt, schön mineralisch. Feudaler Abgang
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2012 Riesling Dorsheimer Pittermännchen
Johann Baptist Schäfer
“ Riesling von der Top Lage Pittermännchen ” -
2017 Spätburgunder Schloßberg Großes Gewächs
Weingut Bernhard Huber
“ Der Weingut Huber Spätburgunder Schloßberg VDP Großes Gewächs ist anfangs immer etwas verschlossen. Er muss unbedingt dekantiert werden. Erst dann zeigt er seine wahre Größe - versprochen ”
Daten zur Lage
Die Weinbergslage Dorsheimer Pittermännchen ist eine reine Südlage mit einer Größe von 8 Hektar. Die Reben wachsen hier in einem Steilhang mit bis zu 55 % Steigung, auf einer Höhe von 220 – 300 m. Die erste Erwähnung des Weinbergs wurde im Lagenkataster aus dem Jahre 1860 gefunden. Das Weingut Johann Baptist Schäfer besitzt hier Riesling-Reben, die bis zu 45 Jahre alt sind.
Der Boden
Die alten Riesling-Reben profitieren von dem hohen Schieferanteil im Lehmboden. Das Zusammenspiel von Devonschiefer, Kiesel und Quarzit verleiht den Trauben eine interessante Mineralik. Wenn Abends die Sonne untergeht oder mal hinter den Wolken verschwindet, gibt der Boden die zuvor gespeicherte Wärme wieder ab, so dass im Weinberg ein ausgezeichnetes Microklima entsteht. Das Trollbachtal zählt zu den trockensten und wärmsten Gebieten Deutschlands. Der wenige Niederschlag fällt meistens im Frühjahr und im Herbst, und auch nach starkem Regen ist der wasserdurchlässige Boden oft nach wenigen Tagen wieder völlig ausgetrocknet.
Aroma und Geschmack der Weine
Dass in den steilen Dorsheimer Spitzenlagen Rieslinge von Weltrum gedeihen, ist wohl kein Geheimnis. Der Devonschiefer im Pittermännchen ist verantwortlich für eine feine, rassige Aromatik im Wein. Seine hohe Substanz erhält der Riesling hier durch die niedrigen Erträge der alten Reben. Durch die schonende Weiterverarbeitung der reifen Trauben wird die ursprüngliche Aromenvielfalt und Vielschichtigkeit bewahrt. Der anmutige Duft nach Zitrus, Pfirsich und gelben Blüten weckt hohe Erwartungen an den Geschmack. Aber auch dieser hält was er verspricht, eine pikant herbe Würze, Salz und Pfirsichkompott und etwas Grapefruit schmeckt man, bevor die sich entwickelnde, fordernde Mineralik in einen sehr guten, langen Abgang mit herbwürzigem salzigem Nachhall übergeht.