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Rosso di Montalcino - der kleine Bruder des Brunello

Der Rosso di Montalcino DOC ist ein rebsortenreiner italienischer Rotwein aus der südlichen Toskana, der aus denselben Anbauflächen stammt wie der berühmte Brunello di Montalcino. Er gilt als zugänglicher, fruchtbetonter und früher trinkreifer Vertreter dieser prestigeträchtigen Weinlandschaft und wird daher oft als „kleiner Bruder“ des Brunello bezeichnet. Die DOC wurde 1984 eingeführt, um Weinen, die nicht die lange Reife des Brunello benötigen, einen eigenständigen Status zu geben.

Größe und Ausdehnung des Anbaugebiets

Das Anbaugebiet entspricht in seiner geografischen Abgrenzung exakt der Brunello-Zone und umfasst rund 2.100 Hektar Rebfläche rund um die mittelalterliche Stadt Montalcino in der Provinz Siena. Die Weinberge liegen in Höhenlagen zwischen 120 und 650 Metern über dem Meeresspiegel, verteilt auf Hügel mit unterschiedlichen Expositionen, was eine große Bandbreite an Stilrichtungen ermöglicht.

Klima und Bodenbeschaffenheit

Das Klima in Montalcino ist mediterran mit kontinentalen Einflüssen. Die Sommer sind warm und sonnig, jedoch ohne extreme Hitze, da Winde vom Tyrrhenischen Meer für Abkühlung sorgen. Die Winter sind mild, aber mit kühlen Nächten, die vor allem in den höher gelegenen Weinbergen für langsame Reifung und aromatische Tiefe sorgen. Niederschläge fallen überwiegend im Frühjahr und Herbst, was das Wachstum begünstigt, ohne die Erntezeit zu gefährden.

Die Böden sind vielfältig und reichen von lehm- und tonhaltigen Strukturen bis hin zu Kalkstein, Mergel, Schiefer und sandigen Ablagerungen. Diese geologischen Unterschiede wirken sich unmittelbar auf die Stilistik aus – von eher weichen, fruchtigen Weinen aus sandigen Lagen bis zu strukturierteren, mineralisch geprägten Varianten aus kalk- und schieferreichen Böden.

Rebsorten und Stilistik

Der Rosso di Montalcino wird ausschließlich aus Sangiovese (lokal Brunello genannt) hergestellt. Er muss mindestens ein Jahr gereift sein, wovon keine lange Holzfasslagerung vorgeschrieben ist. Stilistisch ist er meist heller in der Farbe, mit Aromen von roten Kirschen, Himbeeren, Veilchen, frischen Kräutern und oft einer feinen Würze. Am Gaumen präsentiert er sich fruchtbetont, mit lebendiger Säure, moderaten Tanninen und einer zugänglichen Textur. Anders als der Brunello, der oft Jahrzehnte lagern kann, ist der Rosso für den Genuss in den ersten fünf bis acht Jahren gedacht, wenngleich gute Jahrgänge auch länger reifen können.

Bedeutende Winzer und Weine

Zahlreiche Spitzenweingüter, die für ihren Brunello bekannt sind, erzeugen auch hervorragenden Rosso di Montalcino. Dazu gehören Biondi-Santi, Casanova di Neri, Poggio Antico, Caparzo, Il Poggione und Castiglion del Bosco. Viele dieser Rossos stammen aus jüngeren Rebanlagen oder aus Parzellen, die für einen frischen, fruchtigen Ausdruck besonders geeignet sind, und profitieren dennoch vom gleichen hohen Qualitätsanspruch wie der Brunello.

Kulinarische Begleitung

Dank seiner Frische und mittleren Struktur ist der Rosso di Montalcino ein vielseitiger Speisenbegleiter. Er harmoniert ausgezeichnet mit Pasta mit Ragù alla Bolognese, Pappardelle mit Wildschwein, gegrilltem Lamm, geschmortem Rind und herzhaften Antipasti. Auch zu mittelkräftigen Käsesorten wie Pecorino Toscano und zu Pilzgerichten ist er hervorragend geeignet. Sein ausbalancierter Charakter macht ihn ideal für den Alltag wie auch für besondere Gelegenheiten, bei denen ein eleganter, aber nicht zu schwerer Rotwein gefragt ist.

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  1. Rosso di Montalcino DOC

    Il Poggione

    Der Il Poggione Rosso di Montalcino streckt sich mit ausgebreiteten Armen dem Brunello entgegen. Aus den jüngeren Rebanlagen von Il Poggione ist er fast so lecker wie sein großer Bruder und auch etwas erschwinglicher. Ein Rotwein aus der Toskana für fast jeden Tag. 

    Rosso di Montalcino DOC
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  2. Rosso di Montalcino DOC

    Casanova di Neri

    Rosso di Montalcino aus einem der bekanntestn Weingüter der Toskana

    Casanova di Neri Rosso di Montalcino DOC
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  3. Rosso di Montalcino DOC

    Tenuta Fanti

    Kirsche und Himbeere satt, runde süße Fruchtaromen, merkbare Tannine aber sehr angenehm im Geschmack, leichte frische Säure, eleganter unkomplizierter Abgang

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Die Trauben stammen in aller Regel von noch jungen Sangiovese Reben und/oder von Trauben aus nicht ganz so begünstigten Weinlagen – es können aber auch, wenn Winzer absehen können, wie gut oder eben auch schlecht sich ihre Brunello-Ausbeute ausnimmt, „alte“ Trauben aus den A-Lagen in einen Rosso di Montalcino einfließen. Das Ergebnis ist ein zumeist purpurfarbener intensiver Rotwein, der über ähnliche Geschmackseigenschaften wie der Erstwein verfügt: Pflaume, reife Beeren, ein Hauch Vanille, Leder und Zeder. Allein der Tanningehalt fällt geringer aus – was einen Rosso di Montalcino vor allem für diejenigen interessant macht, die ungeduldig ihre Flaschen nicht erst noch ein, zwei, drei Jahre in den Keller legen wollen, sondern gleich zum Genuss überschreiten wollen.

Mit einem Rosso di Montalcino macht man also nichts falsch, und kommt er aus einem guten Weingut, lässt sich hier schon die Klasse eines Brunello schmecken. Er ist mehr als nur der kleine Bruder und steht stellvertretend für die große Klasse und das ungemein vielseitige Potenzial toskanischer Weine.

Hersteller und Weingüter