Südtirols Weinlandschaft, wie wir sie heute kennen – geprägt von internationalem Renommee und kompromissloser Qualität – ist kein Zufallsprodukt. Sie ist das Ergebnis einer radikalen Transformation, angetrieben von einer Gruppe mutiger Visionäre. Ein neuer Dokumentarfilm mit dem Titel „Vino in Alto Adige – Storia di una rinascita“ (Wein in Südtirol – Geschichte einer Wiedergeburt), initiiert vom Konsortium Südtiroler Wein, setzt diesen Pionieren nun ein filmisches Denkmal und schafft ein lebendiges Archiv für zukünftige Generationen.
Eine Hommage an die Revolutionäre der 80er Jahre
Der Film, der kürzlich im Bozner Filmclub Premiere feierte, ist eine tiefgründige Verbeugung vor jenen Männern und Frauen, die in den 1980er Jahren, inmitten einer tiefen Weinkrise, das Ruder herumrissen. „Wenn es damals nicht diese weitsichtigen Persönlichkeiten gegeben hätte, die bereit waren zu riskieren und den Kurs zu ändern, wäre Südtirol heute nicht dort, wo es ist“, betont Andreas Kofler, Präsident des Konsortiums. Der Film lässt zwölf dieser Schlüsselfiguren zu Wort kommen, darunter Legenden wie Luis Raifer (Kellerei Schreckbichl/Colterenzio), Alois Lageder, Elena Walch und Hans Terzer (Kellerei St. Michael-Eppan). Sie erzählen von ihren Herausforderungen, Erfolgen und Visionen, die den Grundstein für den heutigen Erfolg legten.
Eduard Bernhart, Direktor des Konsortiums und Ideengeber des Projekts, erklärt die Motivation hinter dem fünfjährigen Filmprojekt: „Diese Menschen haben das Drehbuch einer neuen Ära geschrieben. Wir wollten ihren Pioniergeist mit Stimmen und Bildern dokumentieren, nicht nur für uns, sondern auch für die kommenden Generationen.“ Das Ergebnis ist mehr als nur ein Dokumentarfilm; es ist ein „Archiv von Erinnerungen, Erlebnissen, Emotionen und Erzählungen“, das die Kraft der Teamarbeit und des kollektiven Engagements als roten Faden aufnimmt.
Von den Vätern zu den Töchtern: Die Zukunft ist weiblich
Eine besondere Stärke des Films liegt im Dialog zwischen Vergangenheit und Zukunft. Spektakuläre Aufnahmen der Südtiroler Berglandschaft, im Rhythmus der Jahreszeiten, bilden die Kulisse für ein Gespräch zwischen den Generationen. Der Film rückt bewusst die junge Generation von Winzerinnen in den Fokus – Töchter und Enkelinnen der Pioniere, die das Erbe mit Leidenschaft, Verantwortungsbewusstsein und neuem Mut weiterführen. Namen wie Helena Lageder, Emma Foradori und Katharina Mayr stehen für die dynamische Weiterentwicklung der Region. „Es ist gerade die Konfrontation zwischen gestern und heute, zwischen Erfahrung und Erneuerung, die den Film so lebendig und aktuell macht“, so Bernhart.
Mit diesem filmischen Meisterwerk, das auf das preisgekrönte Buch „Vino in Alto Adige“ folgt, zementiert das Konsortium Südtiroler Wein nicht nur die Geschichte, sondern feiert auch die lebendige Gegenwart und die vielversprechende Zukunft einer der faszinierendsten Weinregionen Europas. Ein Muss für jeden, der verstehen will, wie aus einer Krise eine Erfolgsgeschichte von Weltrang wurde.
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