Gaglioppo - Kalabriens bekannteste Rebsorte

Gaglioppo ist eine autochthone Rotweinsorte aus dem Süden Italiens und gilt als wichtigste Rebsorte Kalabriens. Ihr Anbau konzentriert sich fast ausschließlich auf diese Region, insbesondere in der Provinz Crotone entlang der ionischen Küste. Das bedeutendste Anbaugebiet ist die DOC-Region Cirò DOC, wo Gaglioppo traditionell in den bekannten Cirò Rosso-Weinen verwendet wird. Kleinere Pflanzungen finden sich auch in angrenzenden Regionen wie der Basilikata, doch die Fläche außerhalb Kalabriens bleibt marginal. In ganz Italien beträgt die bestockte Fläche von Gaglioppo etwa 2.000 Hektar, wovon der Großteil auf Kalabrien entfällt. Die Rebe ist dort seit Jahrhunderten heimisch und wird in den heißen, trockenen Küstenzonen ebenso wie in den höher gelegenen Hügeln kultiviert.

Geschmack und Stilistik der Gaglioppo-Weine

Gaglioppo bringt kraftvolle und strukturierte Rotweine hervor, die sich durch ein markantes, aber dennoch elegantes Profil auszeichnen. Die Weine besitzen in der Regel eine intensive rubinrote Farbe, mittleren bis vollen Körper und eine deutliche Tanninstruktur. Typisch für Gaglioppo ist eine ausgeprägte Aromatik mit Noten von dunklen Beeren, Kirschen, getrockneten Kräutern und Gewürzen. In der Jugend wirken die Tannine oft kantig, weshalb viele Gaglioppo-Weine von einer gewissen Flaschenreife oder einem Ausbau im Holzfass profitieren. Die Weine zeigen zudem eine überraschend gute Frische, die sie trotz der südlichen Herkunft lebendig und trinkig erscheinen lässt. Hochwertige Ausbaustile zeichnen sich durch Tiefe, Komplexität und eine feine Mineralität aus, die vor allem auf kalk- und tonhaltigen Böden Kalabriens entsteht.

Lagerfähigkeit der Gaglioppo-Weine

Die Lagerfähigkeit von Gaglioppo hängt stark vom Ausbau und der Herkunft ab. Einfachere Weine aus der Sorte, insbesondere jung abgefüllte Cirò Rosso, sind für den sofortigen Konsum gedacht und zeigen ihre besten Eigenschaften innerhalb von zwei bis vier Jahren. Anspruchsvollere Gaglioppo-Weine wie z.B. von Librandi, insbesondere Riserva-Abfüllungen oder solche mit Barriqueausbau, verfügen jedoch über ein beachtliches Reifepotenzial. Bei idealen Bedingungen können sie zwischen acht und zehn Jahre lagern und entwickeln in dieser Zeit tertiäre Aromen wie Leder, Tabak oder getrocknete Früchte. Die ausgeprägte Tanninstruktur und die stabile Säure sorgen dafür, dass Gaglioppo-Weine über Jahre hinweg eine gute Balance bewahren.

Speisenempfehlungen zur Rebsorte Gaglioppo

Die kraftvolle Struktur und die würzigen Aromen der Gaglioppo-Weine machen sie zu idealen Begleitern der mediterranen Küche Süditaliens. Besonders gut harmonieren sie mit Gerichten auf Tomatenbasis, wie etwa geschmorte Auberginen, Pasta alla Calabrese oder Lammragout mit Kräutern. Auch zu gegrilltem Fleisch, Wildgerichten oder reifem Pecorino entfaltet Gaglioppo seine volle Wirkung. Durch die vorhandene Säure und den Tanningehalt eignet sich die Rebsorte gut für kräftige, rustikale Speisen, bei denen strukturierte Rotweine gefragt sind. In der vegetarischen Küche passt Gaglioppo hervorragend zu Pilzgerichten, Linseneintöpfen oder Ofengemüse mit mediterranen Gewürzen.

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So schmeckt die Glera Traube

Die Glera Traube ist eine eher spätreifende Sorte und ist nicht ganz unempfindlich. Die typischen Aromen der Gleratraube erinnern an frische grüne Äpfel, Honigmelone und Birne. Glera aus wärmeren Gefilden erinnern eher an Aprikosen und grüne Äpfel, aus kälteren Gegenden eher an Birno oder Aprikosen. Die Säure der Glera Traube ist deutlich zu spüren, macht die Rebsorte aber frisch und lebendig. Auch ein Grund, warum die Sorte sich so für die Versektung eignet. Der Körper der Gleraweine ist eher schlank und typisch für einen schönen frischen Sommerweißwein bzw. Spumante oder frizzante.

Zu diesen Gerichten passt der Glera

Die Glera Traube und vor allem die Spumante und frizzante sind äußerst flexible Essensbegleiter. Sie passen auch wunderbar zu asiatischen und thailändischen Küche, wenn die Speisen nicht scharf sind. Aber auch zur italienischen mediterranen Küche passen sie hervorragend. Auch als Starter zu einem Mehrgängemenü oder als Abschluß passt die Traube oft sehr gut. Aber das kommt auch sehr auf die Vinifizierung der Traube an und welchen Restsüßegehalt das Produkt hat. Glera mag keine kräftigen Gerichte mit Röstaromen oder bitteren Bestandteilen. Auch bei sehr kräftigen Saucen gibt es andere bessere Alternativen.

 

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