SUPPORT-HOTLINE

+49 8237/9592838

SICHERE DATEN

100% Datensicherheit

VIELE ZAHLUNGSARTEN

Einfache & schnelle Bezahlung.

Keine Artikel im Warenkorb

Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Zwischensumme: 0,00 €

Standard-Kategorie - Pfeffingen Weingut

Weingut Pfeffingen

Weingut Pfeffingen Als Garant charaktervoller Weine von höchster Qualität setzt das Weingut Pfeffingen aus Bad Dürkheim in der Pfalz auf eine gezielte Kombination von Kontinuität und Innovation. Der Betrieb mit seinem Blumenschmuck, Funden aus der Römerzeit und freundlichen Menschen erweckt den Eindruck, als könne er gar nicht anders sein. Und doch steckt ein halbes Jahrhundert Entwicklung und harter Arbeit dahinter, bis aus dem alten, traditionellen Gemischtbetrieb das moderne, marktorientierte Weingut Pfeffingen wurde. Es ist das Lebenswerk von Karl und Helene Fuhrmann, deren Tochter Doris Eymael heute den Betrieb mit der Unterstützung Ihres Sohnes Jan leitet.

Weingut an der Mittelhaardt ist 15 ha Groß und ist mit über 60% mit Riesling, je 10% Scheurebe, Weißburgunder und Spätburgunder bestockt. Das Weingut ist seit 1986 Mitglied im VDP Pfalz und versteht sich eher als Weißweinspezialist. Neben dem Riesling aus der Pfalz ist das Weingut vor allem für seine Scheurebe bekannt. Die Scheurebe baut Jan Eymael in vielen verschiedenen Stilrichtungen aus. Es gibt sie in trocken oder als edelsüße Spätlese, Beerenauslese oder Trockenbeerenauslese. Je nach dem, was das jeweilige Weinjahr zulässt. Auch als Sekt ist die Scheurebe zu haben. 

pro Seite
In absteigender Reihenfolge
Weingut Pfeffingen Scheurebe trocken

Pfeffingen Weingut

2015 Scheurebe trocken

12,00 €
Inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten
0.75 l (1 Liter (l) = 16,00 €)
Weingut Pfeffingen Scheurebe Auslese

Pfeffingen Weingut

2013 Scheurebe Auslese

15,00 €
Inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten
0.375 l (1 Liter (l) = 40,00 €)
Weingut Pfeffingen Scheurebe SP trocken

Pfeffingen Weingut

2013 Scheurebe SP trocken

17,00 €
Inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten
0.75 l (1 Liter (l) = 22,67 €)
Weingut Pfeffingen Scheurebe Trockenbeerenauslese

Pfeffingen Weingut

2013 Scheurebe Trockenbeerenauslese

49,00 €
Inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten
0.375 l (1 Liter (l) = 130,67 €)
Weingut Pfeffingen Weissburgunder trocken

Pfeffingen Weingut

2011 Weißburgunder trocken

8,00 €
Inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten
0.75 l (1 Liter (l) = 10,67 €)

Nicht lieferbar

Weingut Pfeffingen Scheurebe Spätlese

Pfeffingen Weingut

2014 Scheurebe Spätlese

11,00 €
Inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten
0.75 l (1 Liter (l) = 14,67 €)

Nicht lieferbar

Weingut Pfeffingen Terra Rossa Riesling

Pfeffingen Weingut

2011 Riesling Terra Rossa

12,50 €
Inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten
0.75 l (1 Liter (l) = 16,67 €)

Nicht lieferbar

Weingut Pfeffingen Scheurebe Sekt brut

Pfeffingen Weingut

Scheurebe Sekt brut

12,90 €
Inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten
0.75 l (1 Liter (l) = 17,20 €)

Nicht lieferbar

Weingut Pfeffingen Scheurebe Beerenauslese

Pfeffingen Weingut

2011 Scheurebe Beerenauslese

22,00 €
Inkl. 19% MwSt., zzgl. Versandkosten
0.375 l (1 Liter (l) = 58,67 €)

Nicht lieferbar

pro Seite
In absteigender Reihenfolge

Das Weingut Pfeffingen und die Scheurebe

Weingut Pfeffingen Scheurebe Auf knapp 10 ha baut das Weingut die besonders beliebte Rebsorte Scheurebe an. Vielleicht wie kein anderes Weingut in Deutschland hat es sich um diese Neuzüchtung verdient gemacht. Der Weißwein aus der Pfalz wird in allen Farben und Geschmäckern angeboten. Zuerst gibt es da die Scheurebe Gutswein, dies ist ein trockener Weißwein, der besonders fruchtig und aromatisch schmeckt. Dies kommt durch den speziellen Ausbau, wie man ihn auch beim Sauvignon Blanc kennt. Die Aromatik der Scheurebe entsteht durch schwefelhaltige Aromastoffe, die sich leider mit dem Sauerstoff der Luft nicht gut vertragen. Deshalb muss man versuchen, die Trauben gleich nach dem pflücken vor dem Sauerstoff zu schützen. Dies kann zum Beispiel durch Trockeneis geschehen. Das Trockeneis wird über die Trauben gelegt und das freiwerdende Kohlendioxid liegt sich wie eine Schutzschicht über die Scheurebe. Die Trauben werden dann ausschließlich im Stahltank vinifiziert, sprich reduktiver Ausbau. So entsteht die besonders fruchtige Scheurebe des Weingut Pfeffingen. Neben dem Gutswein gibt es eine Scheurebe Spätlese. Scheurebe kombiniert mit Fruchtsüße hat natürlich seinen ganz besonderen Reiz. Und wer erst einmal die Scheurebe Beerenauslese und Trockenbeerenauslese probiert hat, kommt von diesem Wein gar nicht mehr los - versprochen.

Die Weinbergslagen

Weingut Pfeffingen Ungsteiner Herrenberg

 

Die Weinberge des Weingut Pfeffingen ziehen sich westlich des Weingutes den Hang hinauf oder liegen unmittelbar um das Haus in flacheren, warmen und immer für Kabinettqualitäten guten Lagen mit alluvialen Böden. Die Weinbergslagen liegen geschützt durch den Pfälzer Wald in einer besonders geeigneten Lage. In der zweiten Hälfte der achtziger Jahre wurden im Rahmen einer Flurbereinigung alle Anlagen neu bepflanzt. Sie erstrecken sich heute über insgesamt 15 Hektar.

Beste Lagen sind der Ungsteiner Herrenberg und der Ungsteiner Weilberg mit teilweise sehr hohem Anteil an Kalkmergel mit Lößauflage, teilweise auch sandigen Böden.
Der „Herrenberg“ gilt als eine der berühmtesten Lagen der Mittelhaardt. Bereits 1828, zur Zeit der königlich-bayerischen Verwaltung, galt er als eine der besten Lagen der Pfalz. Seine besondere klimatische Stellung beruht auf der Südost-Ausrichtung der Weinberge. Darüber hinaus befindet er sich an den Hängen eines durch den Pfälzer Wald geschützten Hügels, wodurch er sich jeglichen Kaltlufteinflusses entzieht.

Die Rebsorten im Weingut Pfeffingen

Weingut Pfeffingen Gutshaus Hauptrebsorte des VDP-Betriebes ist mit zwei Drittel der Anbaufläche der Riesling, der hier, im Herzen der Mittelhaardt, von hervorragenden Standorten profitiert. Eine Spezialität des Hauses ist die aromatische Scheurebe, eine der wenigen neueren Rebsorten, die große, eigenständige Weine hervorbringen kann. Die traditionellen WeißburgunderGewürztraminer, Silvaner sowie die Trendrebsorte Chardonnay aus der Pfalz ergänzen das Spektrum weißer Rebsorten. Mitte der neunziger Jahre legte das frühere Weißweingut mit Spätburgunder, St.Laurent und der Neuzüchtung Cabernet Dorsa erstmals kleinere Rotweinflächen an. Inzwischen ist der Anteil der Rotweine auf über 10% gestiegen.

Im Weingut Pfeffingen wird auf niedrige Hektarerträge und selektiver Handlese vollreifer Trauben wert gelegt. Die Weine werden reduktiv, also sehr aromenschonend ausgebaut. Dabei versuchen Doris und Jan Eymael die Weine Terroir bezogen auszubauen. Sie sollen den Charakter der Lagen wiederspiegeln. Saubere, fruchtige Weine mit einem elegantem Körper, so könnte man den Charakter der Weingut Pfeffingen Weine beschreiben.

 

Was andere über das Weingut Pfeffingen sagen

Der Gault Millau über das Weingut Pfeffingen:

"Die Rieslinge vom Weingut Pfeffingen betören durch den Duft reifer Aprikosen und gelber Pfirsiche. Dass sie dabei nicht schwer werden, sondern brillant klar und frisch bleiben, ist ebenso eine besondere Stärke, wie die regelmäßig ausgezeichnete Qualität selbst einfacher Weine."

Eichelmann 2012 über das Weingut Pfeffingen:

"Seit der ersten Ausgabe empfehlen wir die Weine, und in dieser Zeit ging es stetig voran. Die edelsüßen Scheureben waren immer schon faszinierend, im trockenen Segment haben die VDP Große Gewächse eine weitere Steigerung gebracht, die Basisweine sind stets reintönig und fruchtbetont."

Weingut Pfeffingen Ungsteiner Weilberg

Die Jahrgänge im Weingut Pfeffingen

Jahrgangsbericht 2015

Durch einen erneut sehr milden Winter blieben die Reben ohne Frostschäden. Die Temperaturen im März und April lagen etwas über dem langjährigen Mittel, sodass der Austrieb bereits am 17. April erfolgte (6 Tage vor dem langjährigen Mittel). Da auch der Mai etwas wärmer als im Schnitt der Jahre war, blieb es beim leichten Vegetationsvorsprung von einer Woche und die Rebblüte begann am 5. Juni. Während der Rebblüte war das Wetter warm und sonnig, was zu einem sehr zügigen Blüteverlauf führte. Zu diesem Zeitpunkt lagen der Ertragserwartungen auf einem sehr guten Niveau. Im Weingut Pfeffingen wurden in diesem Jahr abermals alle Weinberge mit einem Gebläse durchfahren, um das Verblühen der Reben zu unterstützen und zusätzlich die Blütereste aus der Traubenzone schneller und sauberer zu entfernen.

Im Sommer wurde dann die Wasserknappheit zu dem bestimmenden Thema. Bereits in der ersten Jahreshälfte fehlten 25% der Niederschläge aus einem Durchschnittsjahr. Da sich dieser Trend auch im Juli und August fortsetzte, mussten verstärkt Junganlagen bewässert werden. Im Weingut Pfeffingen wurden dazu aus den weingutseigenen Wasserspeichern mehrere Zehntausend Liter ausgebracht. Gleichzeitg entwickelten sich im Juli und August extrem hohe Temperaturen (in der Spitze: 40,2 °C !) und verstärkten den Wasserstress. Zwei Effekte waren im Vergleich zum ebenfalls sehr heißen Jahrgang 2003 von entscheidendem Vorteil:

1. Die Temperturen stiegen kontinuierlich und nicht schlagartig an. Die Beeren konnten sich dadurch an die intensive Sonneneinstrahlung gewöhnen. Zudem setzte die Hitze in einem Entwicklungsstadium ein, in dem die Beeren bezüglich des Sonnenbrands noch unempfindlich waren. Somit gab es keine nennenswerten Sonnenbrandschäden an den Beeren.

2. Im Gegensatz zu 2003 wurde die Hitze immer wieder durch kühlere Perioden unterbrochen, was entscheidend zu einer intensiven Fruchtnote des Jahrgangs und dem Ausbleiben von extremen Alkoholwerten führte. Die noch im Vorjahr so gefürchtete Kirschessigfliege trat in diesem Jahr aufgrund der Hitze nur vereinzelt auf und verursachte keine wirtschaftlichen Schäden.

Durch die eben beschriebenen Witterungsverhältnisse entwickelte sich die Traubenreife über den ganzen Sommer hinweg trotz Wasserknappheit sehr rasch weiter. Dies führte dazu, dass die Weinlese im Weingut Pfeffingen bereits in der ersten Septemberwoche begann. Aussergewöhnlich war, dass so früh so reifes und gesundes Lesegut eingeholt werden konnte. Mitte September ließ dann der für wenige Tage einsetzende Regen vor allem die Rieslingbeeren aufplatzen. Da gleichzeitig die Temperaturen fielen und kräftiger Wind einsetzte, konnten die Trauben aber rasch abtrocknen und die Verbreitung von Botrytis hielt sich in Grenzen. Im Weingut Pfeffingen startete die Ernte am 9. September mit der Rebsorte Auxerrois. Das Handlese-Team vom Weingut Pfeffingen war in diesem Jahr groß in der Anzahl und mit vielen erfahrenen Erntehelfern bestückt. Um hohe Alkoholwerte zu vermeiden und die Säurestruktur zu bewahren, wurde zügig weitergeerntet. Die ersten Riesling-Trauben für den Pfeffingen Gutsriesling wurden am 18. September geerntet. Bereits am 22. September konnten wir die Großen Gewächse aus Herrenberg und Weilberg ernten. Auch hier stand die Erhaltung der Säurestruktur und eine Vermeidung von hohen Alkoholwerten im Vordergrund. Die Hauptlese endetete am 30. September mit der Rebsorte Scheurebe im Herrenberg. Am 9. November konnten dann noch zwei edelsüße Spezialitäten geerntet werden. In der Lage Herrenberg wurden aus einem mit Scheurebe bestockten Weinberg eine Auslese mit 128° Oechsle und eine Beerenauslese mit 144° Oechsle selektiert. Der krönende Abschluss eines hervorragenden Jahrgangs im Weingut Pfeffingen. Qualitativ ist der Jahrgang 2015 als hervorragend einzustufen. Gesunde Trauben, sehr gute Mostgewichte und gute Säurewerte (bis zu 85% Weinsäureanteil und niedrige pH-Werte) verleihen den Weinen eines hohes Maß an Aroma und Nachhaltigkeit bei gleichzeitg schöner Frische und Mineralität.

Jahrgangsbericht 2014

Nach einem extrem milden Winter (kein Schnee und nur wenige Frostnächte) kamen die Reben ohne Frostschäden sehr früh zum Austrieb am 04. April (ca. 19 Tage vor dem langjährigen Mittel). Die Frühjahrstemperaturen waren eher durchschnittlich, so dass die Rebblüte am 4. Juni - 9 Tage vor dem langjährigen Mittel - erfolgte. Die Reben verblühten sehr zügig und die Trauben entwickelten sich ohne größere Verrieselungsschäden anschließend rasch weiter. Im Weingut Pfeffingen wurden in diesem Jahr wieder alle Weinberge mit einem Gebläse durchfahren, um das Verblühen der Reben zu unterstützen und zusätzlich die Blütereste aus der Traubenzone schneller und sauberer zu entfernen. Der Juni war dann sehr trocken, so dass die Junganlagen mehrfach bewässert werden mussten. Im Juli fiel dann ergiebiger Regen. Mit zunehmender Reife wurde die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) zu einem wichtigen Thema. Ein Schädling, der aktiv die Beerenhaut öffnen kann, eine sehr schnelle Vermehrungsrate hat und zur Essigfäule bei den betroffenen Trauben führt. Besonders die frühen Rotweinsorten waren zum Teil stark betroffen (im Weingut Pfeffingen: Cabernet Dorsa und auch die Weißweinsorte Gewürztraminer). Besonders gefährdet waren Weinberge in unmittelbarer Nachbarschaft zu Obstbäumen und Hecken. Da bekannt war, dass die Kirschessigfliege beschattete und kühle Bereiche der Traubenzone für die Eiablage bevorzugt, wurden im Weingut Pfeffingen bereits im August konsequent die Traubenzonen aller gefährdeter Rebsorten freigestellt – von Hand!

Die Traubenlese begann im Weingut Pfeffingen – auch aufgrund von einigen befallenen Weinbergen – früh Anfang September. Ein schnelles Abernten der betroffenen Weinberge war unumgänglich. Aufgrund warmer Nachttemperaturen und immer wieder lokal auftretenden Niederschlägen schritt auch die Lese der Weißweinsorten zügig voran. Im Weingut Pfeffingen startete die Ernte am 10. September mit der Rebsorte Auxerrois und damit gut zwei Wochen früher als im Vorjahr. Das Handlese-Team war in diesem Jahr groß in der Anzahl und mit vielen erfahrenen Erntehelfern bestückt. Die ersten Riesling-Trauben für den Pfeffingen Gutsriesling wurden am 22. September geerntet. Eine Woche später, am 1. Oktober, begann dann die Ernte der besten Lagen und endete am 08. bzw. 10. Oktober mit der Lese der Großen Gewächse aus Herrenberg und Weilberg.

Der Temperaturanstieg in der letzten Oktoberhälfte führte in unserem Scheurebe-Weinberg zum Eintrocknen der Beeren, so dass die Mostgewichte plötzlich nach oben schnellten und sogar ein edelsüßer Wein erzeugt werden konnte. In mehreren Lesedurchgängen erntete das Weingut Pfeffingen am 23. Oktober in der Lage Ungsteiner Herrenberg aus der Rebsorte Scheurebe eine Beerenauslese mit 148° Oechsle. Der Jahrgang 2014 hatte wieder einmal neue Herausforderungen für die Winzer gebracht. Ein Schlüssel zum Erfolg im Weinberg waren erneut Flexibilität, Handarbeit und Schlagkraft. Sowohl im Weinberg als auch im Keller galt es, aktuelles Wissen einzubringen und konsequent und zielorientiert zu handeln. Dank des hohen Einsatzes der Erntehelfer sind die Qualitäten deutlich besser als erwartet. Die Erntemenge liegt 20% unter einer normalen Ernte. Qualitativ ist der Jahrgang 2014 als überdurchschnittlich einzustufen, da gute aber nicht überhöhte Mostgewichte realisiert werden konnten. Verbunden mit einer lebendigen, aber sehr harmonischen Säure (bis zu 80% Weinsäureanteil) verleiht dies den Weinen Frische, Trinkfluss und Balance.

Jahrgangsbericht 2013

Nach einem milden aber doch sehr langen Winter (März war noch ein Wintermonat) kamen die Reben ohne Frostschäden relativ spät zum Austrieb am 2. Mai (ca. 10 Tage nach dem langjährigen Mittel). Während der Blütephase, die ebenfalls ca. 1 Woche später begann, kam es zu stark wechselnden Witterungseinflüssen, die zum Teil bei einzelnen Sorten zu starken Verrieselungen führten. Im Weingut Pfeffingen wurden daher alle Weinberge mit einem Gebläse durchfahren, um das Verblühen der Reben zu unterstützen und zusätzlich die Blütereste aus der Traubenzone schneller und sauberer zu entfernen. Dank der Kombination aus guter Bodenfeuchte und lang anhaltendem warmem Hochdruckwetter im Juli und Anfang August entwickelten sich die Trauben sehr zügig. Von Anfang September bis Mitte Oktober fielen dann in Bad Dürkheim ca. 180 Liter Regen pro Quadratmeter (normal sind ca. 70 Liter). Als Folge der Witterung kam es zu einer verzögerten Reifeentwicklung mit beachtlichen Säurewerten.

Anfang September waren die Mostgewichte und Säurewerte noch mit Jahrgängen aus den 80er Jahren vergleichbar. Als Vorteil für den Weinort Ungstein muss hier gewertet werden, dass es sich bei den Ungsteiner Weinlagen um Lagen mit besonders hoher Sonneneinstrahlung und somit höherer Reife der Trauben handelt. Im Weingut Pfeffingen startete die Ernte am 25. September mit der Rebsorte Auxerrois und damit gut zwei Wochen später als im Vorjahr. Das Handlese-Team war in diesem Jahr groß in der Anzahl und mit vielen erfahrenen Erntehelfern bestückt. Die ersten Riesling-Trauben für den Pfeffingen Gutsriesling wurden am 9. Oktober geerntet. Eine Woche später, am 16. Oktober, begann dann die Ernte der besten Lagen und endete am 18. Oktober mit der Lese der Großen Gewächse aus Herrenberg und Weilberg. Die regelmäßigen und zum Teil ergiebigen Niederschläge im September und Oktober blieben zunächst ohne größere Auswirkungen. Die kühlen Temperaturen und niedrigen pH-Werte verhinderten gänzlich das Auftreten von Sekundärpilzen und Essigfäule. Mit zunehmender Reife stieg allerdings der Botrytisdruck allmählich, so dass die Ernte im Weingut Pfeffingen in der dritten Oktoberwoche zügig zu Ende gebracht wurde. Aufgrund der hohen Säurestruktur der zu Beginn geernteten Trauben mussten einige Moste entsäuert werden. Zumeist führte aber schon eine verlängerte Maischestandzeit aufgrund des sehr hohen Weinsäureanteils (bis zu 70%) der Trauben zur Säurereduzierung.

Der Temperaturanstieg in der letzten Oktoberhälfte führte in den Scheurebe-Weinberg auf dem Weingut Pfeffingen zum Eintrocknen der Beeren, so dass die Mostgewichte plötzlich nach oben schnellten und sogar edelsüße Weine erzeugt werden konnten. In mehreren Lesedurchgängen erntete das Weingut Pfeffingen am 31. Oktober in der Lage Ungsteiner Herrenberg aus der Rebsorte Scheurebe eine Auslese mit 127° Oechsle, eine Beerenauslese mit 158° Oechsle und eine Trockenbeerenauslese mit 187° Oechsle. Der Jahrgang 2013 hatte wie wenige zuvor den Winzern alles abverlangt und es gab wohl selten einen Herbst, bei dem sich die Bedingungen im Weinberg so rasch veränderten wie 2013. Ein Schlüssel zum Erfolg im Weinberg waren sicherlich Flexibilität und Schlagkraft – vor allem beim Handleseteam. Sowohl im Weinberg als auch im Keller galt es, aktuelles Wissen einzubringen und konsequent und zielorientiert zu handeln. Dank des hohen Einsatzes der Erntehelfer sind die Qualitäten deutlich besser als erwartet. Die Erntemenge liegt 20% unter einer normalen Ernte. Dank einer langen Vegetationsperiode verspricht der Jahrgang 2013 Weine mit einer ausgeprägten Frucht und Sortentypizität. Die Säure ist präsent aber geschmacklich besser eingebunden als die analytischen Werte erwarten lassen (dank hoher Weinsäurewerte). Die Alkoholgehalte in einem mittleren Bereich.

Jahrgangsbericht 2012

Trotz eines relativ langen und strengen Winters blieben die Reben ohne Frostschäden und begannen am 25. April (nur 2 Tage nach dem langjährigen Mittel) mit dem Austrieb. Nachdem die Reben bereits recht weit entwickelt waren, gab es für die frühen Morgenstunden des 17. Mai eine Frostwarnung mit Temperaturenvorhersagen von bis zu –2°Celsius. Erstmals wurden in der Pfalz in dieser Nacht Helikopter zur Frostabwehr eingesetzt. Somit konnte eine Temperaturanhebung in den Fluggebieten über den kritischen Schwellenwert erreicht werden. Im Ort Ungstein blieb die Temperatur - auch ohne Frostabwehr - bei + 0,5° Celsius. Somit gab es hier keine Frostschäden. Aufgrund der hohen Durchschnittstemperaturen in den Monaten März, April und Mai, nahm die Entwicklung der Reben rasch zu. Bereits am 8. Juni und somit 5 Tage vor dem langjährigen Mittel – begann die Blüte im Weingut Pfeffingen. Leider setzte mit dem Blühbeginn auch eine Kälteperiode mit niedrigen Nachttemperaturen ein. Aufgrund dieser Wetterbedingungen kam die Furcht vor Verrieselungsschäden auf. Im Weingut Pfeffingen wurden daher alle Weinberge mit einem Gebläse durchfahren, um das Verblühen der Reben zu unterstützen und zusätzlich die Blütereste aus der Traubenzone schneller und sauberer zu entfernen. In der Folge hielten sich die Verrieselungsschäden in Grenzen. Die leichte Verrrieselungen sorgten insbesondere sogar bei kompakten Rebsorten (wie Spät- u. Weißburgunder) für einen Auflockerungseffekt, der die Gefahr des Abquetschens der Beeren und nachfolgendem Fäulnisbefall verringerte und somit der Qualität des Jahrgangs zuträglich war. Beleuchtet man die Wassersituation der Weinberge so muss man sagen, dass die Monate Februar bis Mai äußerst geringe Niederschläge brachten.

Erst im Juni fielen dann mit 78 mm pro Quadratmeter die lang ersehnten größeren Niederschläge. Zusammen mit den moderaten Temperaturen im Juni ergab sich eine zügige Entwicklung der Trauben. Abermals bestand im Juni und Juli die Gefahr von Hagelereignisse aufgrund von heftigen Gewittern. Im Jahr 2012 wurde der Ort Ungstein verschont. Im August fiel wenig Regen, der September war von durchschnittlichen Niederschlägen bei kühlen Temperaturen gekennzeichnet. Damit war der Grundstein für die hervorragende Traubengesundheit im Jahrgang 2012 gelegt. Der warme August sorgte dann für einen wünschenswerten Reifeschub und ließ auch die Säurewerte vergleichbar mit 2009 rasch abnehmen. Der lang anhaltende Gesundheitszustand ermöglichte eine entspannte und sehr qualitätsorientierte Lese mit langen Hängzeiten am Stock. Im Weingut Pfeffingen startete die Ernte am 10. September mit der Rebsorte Auxerrois. In den darauffolgenden zwei Wochen wurden alle Burgundersorten (Weißburgunder, Spätburgunder, Chardonnay) geerntet. Bei diesen bestand nämlich aufgrund der diesjährigen geringeren Erntemenge die Gefahr von zu hohen Mostgewichten. Um die daraus resultierenden hohen Alkoholwerte zu vermeiden, wurde die Lese trotz bester Traubengesundheit kontinuierlich weitergeführt.

Die ersten Riesling-Trauben für den Pfeffingen Gutsriesling wurden am 28. September geerntet. Zwei Wochen später am 10. Oktober begann dann die Ernte der besten Lagen auf dem Weingut Pfeffingen und endete am 18. Oktober mit der Lese der Großen Gewächse aus Herrenberg und Weilberg. Aufgrund der außergewöhnlich guten Traubengesundheit und der stabilen Wettersituation (weitgehend trocken, kühle Nächte) konnte die Handlese optimal an die Qualitäten der Rebsorten angepasst werden. Ohne Hektik und mit vielen Erntepausen dauert die Weinlese 2012 auf dem Weingut Pfeffingen insgesamt über 8 Wochen und endete am 11. November mit einer Scheurebe Spätlese (97° Oechsle). Die ersten Jungweine probieren sich äußerst feinfruchtig, dank der sehr moderaten Säure bereits vollmundig und entwickelt (insbesondere die Burgundersorten). Die Rieslinge haben durch einen hohen Weinsäureanteil (75%) eine ausreichend lebendige Säurestruktur, die für längere Lagerung notwendig ist. Die Rotweine sind aufgrund des frühzeitigen Reifebeginns sehr farbintensiv, überzeugen mit kräftigen, dichten Tanninen und lassen eine überdurchschnittliche Qualität und hohe Genussfreude erwarten. Zieht man zu diesem frühen Zeitpunkt bereits ein Resümee, so verspricht der Jahrgang 2012 eine ähnlich hervorragende Qualität wie 2011 bei leicht geringeren Säure- u. Alkoholwerten. Die Erntemenge lag nach zwei sehr kleinen Jahrgang im zufriedenstellenden Schnitt der Jahre.

Jahrgangsbericht 2011

Bereits im April wurde die Grundlage für eine sehr frühe Vegetationsentwicklung gelegt. Hohe Temperaturen und eine gute Wasserversorgung sorgten für optimale Bedingungen auf dem Weingut Pfeffingen. Dementsprechend erfolgte der Austrieb der Reben am 11. April elf Tage früher als im Schnitt der Jahre. Am Morgen des 4. Mai sanken die Temperaturen bei wolkenlosem Himmel bis auf minus drei Grad Celsius. Innerhalb weniger Stunden verursachte der Frost auf großen Flächen der Pfalz das Absterben von 80 bis 100% der jungen Triebe. Der Ort Ungstein war dabei mit 50% seiner Fläche betroffen. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten verursachte ein Spätfrost einen solchen Schaden . Im Weingut Pfeffingen vernichtete der Frost 20% der Flächen, zwei Weinberge mussten aufgrund des spärlichen Austriebs der Beiaugen sogar vorzeitig gerodet werden. Die Blüte setzte in den nicht vom Frost geschädigten Anlagen am 25. Mai ein, was einem Vegetationsvorsprung von drei Wochen entsprach. Sie verlief zügig und ohne die aus dem Vorjahr bekannten Verrieselungsschäden.

Im Juni wurde die Wasserversorgung der Reben immer defizitärer. Junganlagen und ältere Weinberge auf leichteren Sandböden mussten bewässert werden. Im Juli drehte sich die Wetterlage und es fielen ergiebige Niederschläge, sodass sich die kritische Wassersituation noch rechtzeitig vor Lesebeginn entspannte. Eine hohe Aktivität von Wespen und anderen Insekten, das Auftreten von vereinzelten Sonnenbrandschäden sowie sehr niedrige Säurewerte und für Mikroorganismen förderliche hohe ph-Werte führten gerade bei frühreifenden Sorten und Weinbergen zu einem frühzeitigen Auftreten von Fäulnis inklusive der gefürchteten Essigfäule. Ende August waren daher die Befürchtungen, einen ähnlichen Herbst wie 2006 zu erleben, mehr als begründet. Aufgrund der frühzeitigen Reifeentwicklung und der weiter absinkenden Säure begann die Ernte bereits Anfang September. Im Weingut Pfeffingen startete man am 6. September mit der Lese von Weißburgunder. Die Ernte begann zwar sehr früh, verlief aber ohne Hektik.

Die Mitte September einsetzende kühle und trockene Witterung mit später sommerlich warmem Wetter entspannte die Situation auf dem Weingut Pfeffingen zudem und verhinderte ein Fortschreiten der Fäulnis. Durch hohen Arbeitsaufwand bei der Handlese und gezielte Qualitätspolitk konnte sehr reifes und gesundes Lesegut eingebracht werden. Die Hauptlese endete mit der Ernte der Großen Gewächse am 1. Oktober. Fünf Tage später konnte aus den vom Spätfrost geschädigten Anlagen ein kleiner Ertrag mit 80° Oechsle eingebracht werden. Am 18. Oktober wurden zwei edelsüße Scheureben aus der Lage Ungsteiner Herrenberg geerntet: Eine Auslese und eine Beerenauslese waren das Ergebnis einer sehr selektiven Handlese auf dem Weingut Pfeffingen. Die ersten Jungweine probieren sich äußerst fruchtig, dank der moderaten Säure bereits vollmundig und entwickelt. Die Rotweine sind aufgrund des frühzeitigen Reifebeginns sehr farbintensiv, überzeugen mit dichten Tanninen und lassen eine weit überdurchschnittliche Qualität und hohe Genussfreude erwarten. Zieht man zu diesem frühen Zeitpunkt bereits ein Resümee, so verspricht der Jahrgang 2011 trotz der sehr schwierigen Witterungsbedingungen (Spätfröste, Reifeverfrühung bei gleichzeitiger feucht-warmer Witterung) eine hervorragende Qualität. Leider konnten sich die Ertragserwartungen aus dem Sommer – insbesondere beim Riesling – nicht realisieren lassen, sodass die Erntemengen im Weingut Pfeffingen erneut 25% unter dem langjährigen Mittel liegen.

Hersteller & Weingüter