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USA

Die Vereinigten Staaten sind ein faszinierendes Weinland mit einer schnell wachsenden Weinindustrie und einer breiten Vielfalt von Rebsorten. Hier sind einige wichtige Informationen über das Weinland USA:

Geografie und Lage
Die USA verfügen über zahlreiche Weinregionen, die sich von der Ostküste bis zur Westküste erstrecken. Die bekanntesten Weinbauregionen sind Kalifornien, Oregon und Washington State. Diese Regionen bieten unterschiedliche Klimazonen und Terroirs, die vielfältige Weinprofile ermöglichen.

Rebsorten in den USA
Die Vielfalt der Rebsorten in den USA ist beeindruckend. Während internationale Sorten wie Cabernet Sauvignon, Chardonnay und Merlot weit verbreitet sind, haben sich auch viele regionale Rebsorten etabliert. Beispiele sind Zinfandel, Petite Sirah, Pinot Noir, Riesling und Syrah. Ein international bekanntes Weingut ist Charles Smith Wines.

Kalifornien und die Napa Valley-Weine
Kalifornien ist das Herzstück der amerikanischen Weinproduktion und beheimatet einige der bekanntesten Weinregionen, darunter das Napa Valley. Die Napa Valley-Weine, insbesondere Cabernet Sauvignon, sind weltweit für ihre Qualität und Eleganz bekannt. Die Region hat einen bedeutenden Einfluss auf die internationale Weinwelt.

Oregon und die Pinot Noirs
Oregon hat sich einen Namen für seine erstklassigen Pinot Noirs gemacht. Das kühle Klima und die hügeligen Landschaften bieten optimale Bedingungen für den Anbau dieser anspruchsvollen Rebsorte. Die Pinot Noirs aus Oregon zeichnen sich durch Frische, Finesse und komplexe Aromen aus.

Washington State und die Rieslinge
Washington State, insbesondere das Columbia Valley, hat sich als erstklassiges Anbaugebiet für Rieslinge etabliert. Das trockene Klima und die kalkhaltigen Böden tragen dazu bei, Rieslinge mit intensiven Aromen von Pfirsichen, Zitrusfrüchten und einer lebhaften Säure zu produzieren.

Zukunftsaussichten
Die Weinproduktion in den USA bleibt vielversprechend, da die Winzer auf Innovation, nachhaltige Praktiken und fortschrittliche Technologien setzen. Die Diversität der Weinregionen und die Experimentierfreudigkeit der Winzer versprechen eine aufregende Zukunft für die amerikanische Weinlandschaft.

Insgesamt ist die USA ein Weinland, das durch seine Vielfalt, Innovationskraft und Qualität beeindruckt. Weinliebhaber haben die Möglichkeit, die verschiedenen Weinregionen zu erkunden und eine breite Palette von Weinen zu entdecken, die die einzigartige Geschichte und Kultur der USA widerspiegeln.

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Wissenswertes über den Primitivo Puglia

Der Primitivo Rotwein ist vor allem in Apulien (Puglia auf italienisch) beheimatet. Die Rebsorte wird neben dem Negroamaro in allen wichtigen Gebieten in Apulien angebaut und erfreut sich heute äußerster Beliebtheit. Das war nicht immer so. Ende der neunziger Jahre verlor der Primitivo fast die Hälfte seiner Anbaufläche von 17 000 ha auf ca. 8 000 ha. Danach rückte der Rotwein aus Apulien immer mehr ins Rampenlicht und die Winzer begannen die Rebsorte nicht nur als Verschnittwein in andere Regionen Italiens zu verkaufen, sondern selbst zu vermarkten.

Der italienische Primitivo ist gleich dem Zinfandel aus den USA.  Dies fand man durch eine DNA Analyse heraus, den die bekannte Wissenschaftlerin Dr. Carole P. Meredith entwickelt hat. Da der Name Zinfandel sehr bekannt ist, rührte man mit ihm die Werbetrommel. Man vermutet, dass der gemeinsame Ursprung der Rebsorte in Kroatien liegt. Dort ist die Rebsorte als Tribidrag bzw. Crljenak kaštelanski bekannt. Immer mehr Menschen interessierten sich für ihn und heute sind Begriffe wie Primitivo di Manduria, Primitivo Doppio Passo  oder Primitivo Salento fast jedem Weinfreund ein Begriff. Heute ist der Primitivo Puglia fast wieder zur alten Stärke aufgelaufen. Knapp 12 000 Hektar stehen in Apulien wieder unter Reben.

 

 

Primitivo

Welche Traube ist im Primitivo ?

Hier ist der Name Programm. In einem Primitivo Wein steckt auch die Primitivo Traube. Wie oben bereits beschrieben, ist sie dem Zinfandel gleich zu setzen. Jedochf muss der Wein nicht zu 100% aus der Sorte bestehen. In manchen Regionen kann auch ein kleiner Teil anderer heimischer Sorten mit beigemischt werden. Dies ist aber kein Nachteil, sondern wird meistens dazu genutzt, den Rotwein noch interessanter zu machen.

Warum heißt der Wein Primitivo ?

Wir werden weiter unten noch genauer darauf eingehen. Aber die Rebsorte ist eine frühreifende Sorte und deshalb haben die Winzer in Apulien ihn als " frühreifender" bzw. "erstreifender" bezeichnet.

Primitivo Rotwein

Der Begriff Primitivo Puglia ist ein Sammelbegriff für alle Primitivo aus Apulien. Jeder Primitivo der aus Apulien stammt darf den Begriff  verwenden. Dabei ist die Bezeichnung unabhängig ob es sich um einen Vino da Tavola, IGP, DOCG oder DOP handelt. Er wird hauptsächlich in den zwei apulischen Regionen Gioia del Colle DOC und der Provinz Taranto angebaut.

Salento Primitivo

Die Salento Primitivo werden als Salento IGP in den Handel gebracht. Der Primitivo kommt aus der Region Salento. Das Salento ist das südlichste Anbaugbiet zwischen Brindisi und Lecco. Das Gebiet des ist etwa 100 km lang.  Die Rebsorte findet man im ganzen Salento. Gerade in Deutschland ist der Rotwein aus Apulien sehr beliebt.

Primitivo di Manduria

Der Primitivo di Manduria kommt aus der Region Magna Grecia bzw. Tarantino IGP. Der Rotwein aus Manduria ist der einzige Primitivo, der den DOC bzw. DOP Status trägt und gehört damit zum besten Weinen aus Apulien. Der Primitivo di Manduria Dolce Naturale darf als einziger die DOCG Bezeichnung tragen. Im Aleatico di Puglia DOC dürfen bis zu 15 % verschnitten werden. Auch im Gravina DOC dürfen es maximal 20 % sein. Die DOC Region ist die einzige, die ihn als Sortenreinen Wein ausbaut.

 

 

Woher kommt der Name und was ist ein Primitivo ?

Primitivo Puglia

Der Primitivo kam Ende des 18ten Jahrhunderts von Kroatien nach Italien bzw. Apulien. Der Name ist eine Ableitung aus dem lateinischen Begriff "primativus", was "Erstreifender" bedeutet. Er ist tatsächlich eine Rebsorte, die sehr schnell reif wird und vor anderen Rebsorten wie Negroamaro, Montepulicano oder Malvasia Negra geerntet wird. Schon im August sind die ersten Trauben reif für die Ernte. Filippo Francesco, ein Mönch und Botaniker aus Gioia del Colle gab der Rebsorte wahrscheinlich seinen Namen. Durch die Gräfin Sabini di Altamura kam die apulische Rotweinsorte nach Manduria.

Sie brachte sie als Teil ihrer Mitgift in die Provinz mit. Die Trauben der Primitivo-Rebe können in Puglia sehr hohe Alkoholwerte erreichen. Dies machte ihn früher zu einem beliebten Verschnittpartner für den Amarone. Damals war es recht üblich Rotweine mit 16-18 % Volumen Alkohol zu vinifizieren. Diese Weine kamen vor allem aus Apulien, die heute in aller Welt bekannt sind. Die Alkoholwerte waren natürlich für den normalen Weintrinker zu viel. Man hat gelernt den Alkohol zu zügeln und ihn mit modernen Vinifikationsmethoden zu einem hochwertigen Flaschenwein zu entwickeln. Heute bringt er tiefdunkle Rotweine ins Glas.

 

 

 

Primitivo Wein - Die Rebsorte

Der Primitivo Puglia reift früh und ergibt einen Wein mit einem kräftigen Geschmack. Er wächst auf vulkanischen, kalkhaltigen schwarzen Böden, was ihm seinen besonderen Charaker gibt. Die roten Beeren sind klein und rund und hängen locker an der Rebe. Die Trauben  sind nicht ganz unempfindlich. Sie sind empfindlich gegenüber Wassermangel, Frost und zu hohen Temperaturen. Die Haut ist dünn und neigt schnell zu reißen. Schimmel hat hier dann ein leichtes Spiel. Die Rebsorte ist nicht sehr ertragreich, was auch an den relativ kleinen Beeren liegt. Er muss zur richtigen Zeit geerntet werden, sonst werden die Trauben schnell klein und schrumpelig und verlieren wertvolles Aroma und Inhaltsstoffe. Die Rebsorte aus Italien ist bekannt für seinen hohen Alkoholgehalt, der aus dem hohen Zuckergehalt der Traube resultiert.

 

 

Wie ist der Geschmack des Primitivo ?

Durch die Einführung der Temperaturgesteuerten Vergärung haben die Winzer in Puglia den Primitivo besser im Griff. Wurde er früher nur für seinen massigen Alkohol geschätzt, so können heute die Aromen und sein Charakter sehr schön herausgearbeitet werden. Er erinnert an im Bouquet an Kirsche, dunkle Waldfrüchte, Sauer- und Schwarzkirsche und manchmal auch an himbeerige Aromen. Auch würzige Noten wie Pfeffer, Gewürznelken oder Zimt sind oft zu finden. Gepaart ist das ganze mit Anklängen von Rosmarin, Minze oder auch exotische Anflüge von schwarzem Tee. Die Tannine sind unbehandelt etwas ungestüm. Deshalb tut dem Primitivo eine Zeit in großen oder kleinen Holzfässern ganz gut. Reifte der kräftige Rotwein Primitivo im Holzfass erweitert sich das Aromenrad um Noten nach dunkler Schokolade, Tabak, Vanille oder Muskatnuss.

 

Ist Primitivo trocken oder halbtrocken ?

Gesetzlich ist es nicht vorgeschrieben, dass ein Primitivo trocken sein muss. Tatsächlich kommen die meisten Weine "halbtrocken" in den Handel. Die meisten kommen mit ein paar Gramm Restzucker in den Verkauf. Aber warum ? Durch die vielen Sonnenstunden in Apulien produzieren die Rebstöcke viel Zucker, den sie in den Trauben einlagern. Würde man jetzt den ganzen Zucker in Alkohol umwandeln, würden viele Primitivo-Rotweine mit deutlich über 13 % Volumen Alkohol verkauft werden. Die Weine würden "brandig" schmecken. Deshalb lässt man ihm ein paar Gramm Restzucker. Das macht den Geschmack geschmeidig und harmonischer.

 

Was bedeutet Primitivo Doppio Passo ?

Was bedeutet eigentlich Primitivo Doppio Passo ? Wer sich mit Weinen aus Apulien auseinandersetzt, bekommt diesen Begriff öfters zu hören. Es ist eine traditionelle Herstellungsmethode, die der Ripasso Methode aus dem Norden Italiens sehr ähnlich ist aber nicht gleich. Doppio Passo heißt wörtlich übersetzt " Doppelter Schritt oder doppelter Gang". Beim Doppio Passo durchläuft der Rotwein zweimal eine Gärung. Die Trauben für die erste Gärung werden geerntet sobald sie ihre Vollreife erlangt haben.

Die Winzer ernten aber nicht alles, sondern lassen die besten Trauben stehen. Diese verbleiben dann weitere 3 bis 4 Wochen am Stock. Die zweiten Trauben  reifen nicht mehr weiter, verlieren aber in dieser Zeit ein Teil ihres Wassers. In den Trauben bleibt ein Konzentrat zurück, dass besonders viele Aromen und Zucker enthält. Sie werden dann geerntet und zur ersten Gärung hinzugegeben. Der Primitivo reift also ein zweites mal, aber nicht wie beim Ripasso auf dem Trester, sondern auf vollreifen Trauben. Der Doppio Passo erlangt so einen intensiveren und kräftigeren Geschmack.

Hersteller und Weingüter