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Standard-Kategorie - Gut Hermannsberg

Gut Hermannsberg


Gut Hermannsberg Kellermeister Carsten PeterDas Gut Hermannsberg liegt im Herzen der mittleren Nahe. Die Nahe kann man grob in drei "Weingebiete" teilen. Die untere, die mittlere und die obere Nahe. Auf einer Anhöhe liegt das wunderschöne Gut gegenüber dem kleinen Ort Oberhausen. Umschlossen wird das Gut von den bekanntesten Weinbergslagen der gesamten Nahe. Der Schloßböckelheimer Felsenberg, die Schloßböckelheimer Kupfergrube, der Niederhäuser Hermannsberg, der Niederhäuser Steinberg, die Niederhäuser Hermannshöhle und die Kertz liegen in der unmittelbaren Umgebung des Gutes. Das Gut Hermannsberg ist von all diesen Weinlagen direkt umgeben. Die steil aufragenden, kargen Rebhänge sind charakteristisch für das enge Flusstal. Auf sehr engem Raum wechseln vulkanische mit während der Eiszeit entstandenen Böden ab. Sie bieten perfekte Voraussetzungen für den Weinbau - speziell der Riesling von der Nahe. Der Riesling reagiert sensibel wie keine andere auf der Welt auf die geologischen und kleinklimatischen Eigenheiten der mittleren Nahe, die sie, umgewandelt als Inhaltsstoffe, in ihre Trauben zu transportieren weiß. Riesling zeigt seine höchste Qualität immer dann, wenn er seine Geschichte - die seiner Herkunft - erzählen darf: Was seinen Trauben während des Jahres widerfahren ist, welchen Witterungseinflüssen sie ausgesetzt waren usw.

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Gut Hermannsberg Weissburgunder

Gut Hermannsberg

2014 Weissburgunder trocken

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Gut Hermannsberg Niederhäuser Riesling trocken

Gut Hermannsberg

2013 Niederhäuser Riesling trocken

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Gut Hermannsberg Niederhäuser Riesling trocken

Gut Hermannsberg

2014 Niederhäuser Riesling trocken

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Gut Hermannsberg Schloßböckelheimer Riesling trocken

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2014 Schloßböckelheimer Riesling trocken

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Gut Hermannsberg Riesling Steinterrassen trocken

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2014 Riesling Steinterrassen trocken

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Gut Hermannsberg Riesling Niederhäuser Hermannsberg Großes Gewächs

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2014 Niederhäuser Hermannsberg Riesling Großes Gewächs

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Gut Hermannsberg Just Riesling trocken

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2014 Just Riesling trocken

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Die Geschichte von Gut Hermannsberg

Gut Hermannsberg

Die Geschichte von Gut Hermannsberg an der Nahe liegt sehr lange zurück. Das Gut entstand um 1900 als preußische Weinbaudomäne. Bis im Jahr 1998 war das Gut in staatlicher Hand. Damals war es die Staatsdomäne Niederhausen-Schloßböckelheim. Trotz öffentlicher Bekundungen zum Weingut wurde die Staatsdomäne dann 1998 an Erich Maurer aus Dirmstein verkauft. Jetzt heißt das heutige Gut Hermannsberg "Gutsverwaltung Nierderhausen-Schlossböckelheim". Mäurer lässt das heutige Gästehaus bauen und investiert sehr viel Geld in das Gut an der Nahe wo heute einer der besten Weissweine von der Nahe gemacht werden.

Unter Erich Maurer, Gutsverwalter Kurt Gabelmann, denn Kellermeistern Christian Voigt und Markus Leyendecker geht es steil bergauf. Die Keller wurden modernisiert, die Gerätschaften für die Weinberge wurden modernisiert und der Qualitätsanspruch wird noch höher. Der Glanz der Alten Zeiten beginnt wieder zu strahlen. 2009 ist Erich Maurer 72 Jahre alt und sucht einen würdigen Nachfolger für das jetzige Gut Hermannsberg.

Ende 2009 wird das Gut ans Jens Riedel und Dr. Christine Dinse weitergegeben. Das Team vom Gut Hermannsberg wurde übernommen. Das Team wird um den neuen Kellermeister Karten Peter erweitert. Karsten Peter kommt aus dem Weingut Castell Peter aus Bad Dürkheim und hat hier seine ersten Weinbauschritte  zusammen mit Markus Schneider und Thomas Hensel gemacht. Hier wurden Sie als die "jungen wilden" bezeichnet. Was sich im Nachhinein aus bestätigt hat. Karsten Peter hat aber dann Bad Dürkheim verlassen und war auf den Weingütern Schäfer-Fröhlich und Schloss Westerhaus tätig.

Heute gehört das Gut Hermannsberg wieder zu den großen Weingütern an der Nahe. Als Mitglied des VDP wachsen hier Trauben für erstklassige Weine heran. Sowohl trockene als auch edelsüße Weine findet man im Sortiment. 95% des Portfolios wird vom Riesling bestimmt. Außerdem findet man hier noch Weissburgunder von der Nahe.

Zu Besuch auf Gut Hermannsberg

Gut Hermannsberg Gutshaus

Im Sommer 2015 war ich ein paar Tage an der Nahe unterwegs. Ich hatte schon viel vom Gut Hermannsberg und seiner exponierten Lage gehört und gelesen und hatte hier ein Zimmer gemietet. Es waren ein paar herrliche Tage. Die Lage von Gut Hermannsberg ist traumhaft, die Zimmer sind stilsicher und angenehm bequem eingerichtet. Klar, in diesen Tagen war alles perfekt. Keine einzige Wolke, Temperaturen über 30 Grad und ein Ausblick soweit das Auge reicht.

Hier zeigt die Nahe  alles was sie kann. Das Tal in dem das Gut liegt erstreckt sich über mehrere Kilometer und die Sonne spiegelt sich in der Nahe. Auf der Anhöhe kann man die ganze Umgebung überblicken. Vom steinigen Felsen mit dem kargen Weinbergshängen bis zu den dichten Wäldern auf den Plateaus der Berge. Hier erkennt man die Vielschichtigkeit der Nahe, die das Auge niemals ruhen lässt.

Und weil es gar so schön war, habe ich ein paar Impressionen aus der Luft eingefangen. Geflogen mit einem Quadcopter und einem Modellflugzeug sieht man die wunderbare Lage von Gut Hermannsberg von allen Seiten. Sorry, das bei den ersten Sequenzen des Films die Autoscheiben doch etwas verschmutzter waren als ich es angenommen hatte. Aber eine hochauflösende Kamera verzeiht leider in dieser Situation nichts. Man lernt ja nie aus. Nichts desto trotz entschädigen die anderen Aufnahmen für die anfänglichen "Schwierigkeiten". Also viel Spaß beim Zuschauen.

Gut Hermannsberg aus der Luft

Das Weingut Hermannsberg aus der Luft aufgenommen mit einem Quad- und Octocopter. Das Gut Hermannsberg ist vielleicht das beeindruckenste Weingut an der Nahe. Die exponierte Lage und die wunderschöne Umgebung sind allemal eine Reise wert. Hier ein paar Imppressionen aus der Luft mit den umliegenden Lagen Hermannsberg, Schloßböckelheimer Kupfergrube, Kerz usw. Zurücklehnen, zuschauen und staunen ...  Viel Spaß!

Die Jahrgänge im Gut Hermannsberg

Jahrgangsbericht 2015

Im Winter 2014/2015 regnete es sehr viel, so dass die Böden eine ideale Winterfeuchte hatten. Eine ideale Basis für den Beginn des Wachstums auf Gut Hermannsberg. Das Frühjahr war sehr warm, sonnig und mit wenig Regen (- 30%). Deshalb konnte Gut Hermannsberg früher als sonst mit dem Einsäen der Sommerbegrünung beginnen. Da die Wetterbedingungen während der Blütezeit so ideal waren, konnten die am wärmsten gelegenen Parzellen sehr gut durchblühen. Eine kurze kühle Episode zum Ende der Blüte hatte auf Gut Hermannsberg zur Folge, dass aufgrund einer kleinen Verrieselung, meist mischbeerige Trauben durchsetzt mit jungfernfrüchtigen Beeren wuchsen. Die idealen Trauben!

Im Gegesatz zu anderen Weingütern hatte Gut Hermannsberg nun einen Reifevorsprung von ca 8. Tagen. Der extrem heiße Sommer erinnerte an 2003. Doch diesmal war Gut Hermannsberg geübt. In den letzten Jahren wurden sehr große Mengen an Stroh und Kompost in die Weinberge eingearbeitet, so dass sich dieser Vorgang nun auszahlte. Die Böden hatten durch dieses Konzept einen gesteigerten Humusgehalt, auch ohne künstliche Bewässerung.  Die Hitzewelle konnte so ohne große Schäden überwunden werden. Gut Hermannsberg startete in einen wunderbaren Jahrgang. Und dann folgte Mitte September der Regen der mulmige Gefühle aufleben lies, nämlich welche aus 2014. Auch zu diesem Zeitpunkt hatte Gut Hermannsberg ergiebige Regenfälle. Das meiste an Regenwasser schluckte allerdings die Begrünung. Die Trauben kamen unbeschadet davon und liefen nicht auf.

Genau zur Reifezeit und bestens zur Aromenentwicklung in den Beeren begann ein richtiges Winzermärchen mit Wind, Sonne, kein Regen und kühlen Nächten. Bestes Wetter über ca. 3 Wochen! Die Mostgewichte waren zwar erfolgsversprechend aber trotz alledem waren die Trauben noch nicht fertig gereift. Gut Hermannsberg musste sich gedulden und abwarten. Dann schlug das Wetter nochmals um, gerade noch rechtzeitig bevor die Zuckergehalte der Reife schwindeten. Ideal um den perfekten Zeitpunkt abzuwarten. In diesem Zeitraum entwickelte sich die Frucht und Tanninreife prächtig. Das Highlight des Gut Hermannsberger Jahrgangs: Eine TBA mit 236 Oechsle und einer immer noch präsenten und frischen Säure. Ein Wein für immer und ewig. Würde dieses Herbstwetter die nächsten 10 Jahre so weitergehen, Gut Hermannsberg wäre glücklich. Doch abgerechnet wird immer erst zum Ende. Genauso prächtig wie das Herbstwetter entwickeln sich derzeit die Jungweine auf Gut Hermannsberg. Schöne Frische, reife, ausgeglichene Säure und bei den Großen Gewächsen außergewöhnliche Tiefe und Länge. Einfach traumhaft!

Jahrgangsbericht 2014

Das Jahr der Weltmeister! Ebenso nervenaufreibend wie die Fußball Weltmeisterschaft in Brasilien war der Reifeverlauf des Jahrgangs 2014 auf Gut Hermannsberg. Ein Jahr zwischen großen Erwartungen, Hoffnung, Zittern und einem letztlich versöhnlichen Ende. Nach einem milden Winter begannen die Reben früh auszutreiben. Die stabile, warme und trockene Wetterlage bis weit nach der Rebblüte im Juni, brachte eine zügige Triebentwicklung und einen reichen Fruchtansatz. Der im richtigen Maß warme und weitgehend trockene Juli gab Anlass zur Hoffnung und Vorfreude auf einen top Jahrgang – hatten die Reben doch eine Vegetationsvorsprung, zum langjährigen Durchschnitt, von fast 2 Wochen. Die Arbeit der letzten Jahre, in denen wir viel Kompost und Stroh in unsere Weinberge eingebracht hatten schien sich auszuzahlen.

Trotz der geringen Wasservorräte der Böden standen die Reben an der Nahe voll im Saft, keine Anzeichen von Trockenheitsproblemen. Perfekte Laubwände und Trauben wohin mal blickte. Und nach den geringeren Erntemengen in den Vorjahren schien es so als hätte unser Herrgott es gut mit uns gemeint. Und dass sich all die abertausenden Arbeitsstunden, in mühevoller Handarbeit geleistet, sich auch mit vollen Fässern auszahlen würden. Im Laufe des viel zu feuchten August jedoch kehrte sich die Prognose. Der Reifevorsprung schwand, und es begann sich abzuzeichnen dass die Botrytis im Herbst eine gewichtige Rolle spielen würde. Anfang September stand der Jahrgang auf der Kippe. Offen gesagt waren wir zu diesem Zeitpunkt schon etwas enttäuscht und das konnte man in den Gesichtern ablesen. Wie erklärt man jemanden der im Frühjahr und Sommer zigfach die steilen Hänge hinauf und wieder herunter gekrakselt war, um das letzte Blatt auch noch in die Sonne zu drehen, dass sich in nur 4 Wochen alles gedreht hatte. Glücklicherweise blieben der September und Oktober vergleichsweise trocken und mild. Aufgrund unserer gut drainierten Gesteinsverwitterungböden floss der Regen schnell in tiefere Bodenschichten ab und lies uns die Möglichkeit die Reife noch länger hinauszuzögern.

Jedoch war das Lesegut meist sehr inhomogen und nur penibelste Selektion konnte Qualitätseinbußen verhindern. So endeten viele Rieslingträume auf dem Boden. Das war der Preis den das Streben nach bestmöglicher Qualität 2014 auf Gut Hermannsberg. So zahlte sich aber am Ende jede Sekunde der Selektion 100fach aus, auch wenn das Sortieren der Trauben schier kein Ende nehmen wollte. Nie blickte man in so viele Müde und erleichterte Gesichter als der letzte Weinberg an der Nahe gelesen war. Das Pokerspiel zwischen perfekter Reife und anstürmender Botrytis konnte das Gut Hermannsberg für sich entscheiden. So zeigen sich die Jungweine heute mit guter Frische, toller Säure Balance, fein strukturiert und Komplexität. Der verdiente Lohn für viel Fleiß und harte Arbeit.

Jahrgangsbericht 2013

Das Weinjahr 2013 ist zweifellos ein Paradejahr für die Großen unter den Weinbergen. Nur in den besten Lagen konnten unter diesen schwierigen Witterungsbedingungen die Trauben voll ausreifen. Die Trauben mussten währen der Ernte in den Regenpausen fast gestohlen werden und dabei hieß es Nerven bewahren, trotz beginnender Fäulnis. Warten auf den perfekten Moment - in den vergangenen Jahren war dies bisher nie so riskant gewesen. Am Ende blieb ein deutlich geringerer Ertrag als Gut Hermannsberg erwartet hatte, aber dafür eine nicht für möglich gehaltene Qualitat der Trauben und letzlich der Jungweine. Unglaublich wie sehr die Riesling Trauben auf Gut Hermannsberg allen Wetterkapriolen getrotzt haben und so freuen sie sich über einen der besten Jahrgänge in der Hermannsberger Reihe. Dieser Winter wird wohl vielen als der kälteste, längste und schneereichste der letzten Jahre in Erinnerung bleiben. Kühl und regnerisch zeigte sich dann auch das folgende Frühjahr. Keine Spur vom schönenen Lenz oder dem Wonnemonat Mai. Die Weinbergböden auf Gut Hermannsberg wollten sich gar nicht richtig erwärmen und so die Vegetation anschieben. So ließ auch das erste Grün, der Austrieb, ungewöhnlich lange auf sich warten. Dies war schon das erste Signal für eine Lese bis weit in den November hinein. Kein Grund zur Panik auf Gut Hermannsberg, denn gerade in solchen Jahren sind ihre Lagen am besten. Keine Veränderung im Juni, die so wichtige Blüte der Rebenan der Nahe zog sich lang und länger, bis fast in den Juli hinein. Zwei Wochen später als gewöhnlich - schuld war ein neuerlicher Kälteeinbruch. Das dadurch induzierte Verrieseln der Blütenstände, das heißt einige Blütenstände wurden nicht befruchtet, schuf eine Traubenstruktur, die mit nichts anderem als traumhaft zu bezeichnen war. Locker, mischbeerig, kurzum perfekt.

Doch dann kam er endlich, der perfekte Sommer. Temperaturen nicht über 30°C und 6 Wochen am Stück kein Wölcken weit und breit. Warm aber eben nicht heiß, so liebt Gut Hermannsberg das. Die Böden durch das regnerische Frühjahr noch ausreichend mit Wasser versorgt und die sommerlichen Temperaturen bildeten das ideale Entwichklungsklima. Die Reben an der Nahe legten den Turbo ein und so schmolz der Rückstand in der Vegetation zu den Vorjahren förmlich dahin. Die schnelle Entwicklung der jungen Triebe, verlangte dem Weinbergs-Team auf Gut Hermannsberg alles ab um mitzuhalten. Schließlich war Gut Hermannsberg sich sicher, dass gerade in diesem Jahr wohlüberlegte und penible Laubarbeit sehr wichtig sein würde. Locker und licht muss die Laubwand sein, um den Trauben genug Sonne zu gönnen. Zurückhaltung in einigen Parzellen, mutiger in anderen, ganz wie Gut Hermannsberg sich das Wissen um die Bedürfnisse jeder einzelnen Parzelle in den letzten Jahren erarbeitet hat. Aber auch der schönste Sommer geht einmal zu Ende und so kam Anfang August der erste Regen seit Wochen. Schon fast ersehnt, denn für die jüngeren Reben wurde der Wasservorrat langsam knapp. Die Vergangenen Wochen hatten die Stimmung deutlich ins Positive kippen lassen und mann würde es fast mit großer Vorfreude beschreiben, was Gut Hermannsberg zu dieser Zeit empfand: Die Arbeit im Weinberg getan und die Erfahrung der letzten Jahrgänge im Rücken sowie ein mittlerweile schier unbändiges Vertrauen in ihre Weinberge und ihre Fähigkeiten: "Es ist angerichtet!"

Dann begann etwas, was so nicht geplant, gewünscht oder vorhersehbar war. Der Regen wollte einfach nicht aufhören. Kurze, trockene Phasen waren immer wieder unterbrochen durch ergiebigen Regen. September und Oktober, sonst die trockensten Monate des ganzen Jahres, waren viel zu nass. So ließen die ersten Schreckensmeldungen aus den früheren Anbaugebieten nicht lange auf sich warten. Dort schlugen ganze Weinberge innerhalb von 2 Tagen um. Kerngesunde, goldgelbe Trauben wurden rötlich und direkt von der Botrytis übernommen. Das war Gut Hermannsberg eine Warnung genug um fortan noch genauer hinzusehen. Aber kein Grund zur Hektik oder gar Panik. Warten auf den perfekten Moment und der war noch lange nicht gekommen. Natürlich gab es auch auf Gut Hermannsberg die ersten Trauben mit rötlichen Bäckchen aber von Säureharmonie oder Tanninreife noch keine Spur. Also begannen sie ihre  Weinberge vorzulesen, rötliche Trauben wurden geerntet und der Rest belassen um noch länger warten zu können. Dieses Spiel ging auf Gut Hermannsberg bis Ende Oktober so weiter und dann endlich wurde es kühler. Kühler heißt für Gut Hermannsberg Nächte bis fast an die Frostgrenze und Tage kaum über 5°C - Riesling - Temperaturen eben. Sogar der Regen machte nun längere Pausen, so begann das Einsammeln der Trauben, eine Parzelle nach der anderen, auf den Punkt genau abgestimmt. Bei diesem Spiel verlor Gut Hermannsberg auch die ein oder andere Traube an die Botrytis, was am Ende die Erntemenge weiter schmälerte, aber das war es wert. Mitte November war es dann vollbracht, die letzten Trauben auf Gut Hermannsberg waren eingeholt. Weniger als sie erwartet hatten aber die Qualitäten der Trauben und später der Jungweine übertrafen alle Erwartungen. Viel Finesse, mit toller Säurebalance und großartiger Länge. Die einzige Konstante in 2013 war der unzuverlässige Wetterbericht...

Jahrgangsbericht 2012

Der feste Glaube dass sich die viele harte Arbeit in den Weinbergen auf Gut Hermannsberg am Ende bezahlt macht und viel Geduld haben den Jahrgang 2012 zu dem werden lassen was er heute ist. In einer Reihe stehend mit großen Jahren wie 2009 und 2005. Ein willkommener Kontrast zu den Kraftvollen und Konzentrierten 2011ern. Finesse, Eleganz und Komplexität, das ist 2011 auf Gut Hermannsberg. Zu Beginn des Jahres war dies jedoch nicht so klar ein kühles und regnerisches Frühjahr ließen den Austrieb der Reben an der Nahe nur zögerlich und recht ungleichmäßig zu. Selbst die Bastei machte diesmal keine Ausnahme. Die Witterung zur Zeit der Rebblüte meinte es hingegen gut mit Gut Hermannsberg. Keine zu kühlen Nächte und nur wenig Regen. So verlief die Blüte recht unspektakulär ohne größere Verrieselungen, also so entspannt wie selten. Ein typisch deutscher Sommer, warme und heiß Perioden immer wieder durch kühlere regnerische Phasen unterbrochen. Worüber sich so mancher Urlauber ärgert sind aus unserer Sicht perfekte Bedingungen für die steilen Weinberge mit ihren Gesteins Böden, die nur wenig Regen speichern aber auch an kühleren Tagen der Diva Riesling ideale Bedingungen bieten können. Der August erfüllte dann auch endlich die Erwartungen der Sonnenanbeter und brachte die ersehnten heißen Tage. Die für die Trauben auf Gut Hermannsberg zum Glück aber ohne größere Folgen blieben, denn auch Trauben können Sonnenbrand bekommen und Riesling ist nun mal kein Kaktus. Mit gesunden Trauben und Dank des schönen Spätsommers großen Erwartungen ging es in die Herbst. Das besondere Klima der mittleren Nahe zeigte sich auch in 2012 wieder als großer Vorteil, speziell in den beiden für die Riesling Reife wichtigsten Monaten, eben das gewisse etwas. September und Oktober die beiden regenärmsten Monate des ganzen Jahres, gemeinsam mit den Steilen Weinbergen auf Gut Hermannsberg im recht engen Tal der Nahe, die Temperatur Unterschiede zwischen Tag und Nacht sind extrem groß. Dieses Zusammenspiel sorgte 2012 für eine sehr lange Reifeperiode bis weit in den November hinein. Am 15.11. hat Gut Hermannsberg die letzten Trauben geerntet. Beste Voraussetzungen also für die Idee von Weinen die möglichst ohne jedes Zutun im Keller, die ganze Geschichte Ihrer Herkunft erzählen. Keine Schönung, keine Wunder Mittelchen weder im Most noch später im Wein. So gären die Moste von Gut Hermannsberg meist mit den eigenen, wilden Hefen und profitieren später von einer extrem langen Zeit auf der Hefe. Puristisch für die einen, für Gut Hermannsberg der Ausdruck des großen Respekts vor Ihren Weinbergen und Ihrer Persönlichkeit. Das ist der Weg von Gut Hermannsberg.

Jahrgangsbericht 2011

Der Jahrgang 2011 auf Gut Hermannsberg setzt einen wichtigen Schritt auf dem Weg in Richtung der besten Riesling-Produzenten Deutschlands. Für Gut Hermannsberg in Niederhausen an der Nahe war das Wichtigste am Jahrgang 2011 nicht die Anzahl der Frosttage, die produzierte Flaschenmenge oder die Säuregrade, sondern vielmehr das große Ganze: „Die Weine des Jahres 2011 zeigen deutlich die konsequente Entwicklung des  Weinguts, das ja 2009 durch den neuen Eigentümer auf eine völlig neue Basis gestellt und kompromisslos auf Qualität ausgerichtet wurde“, sagt Betriebsleiter Karsten Peter. „Die Charakteristik der Lagen an der Nahe tritt mit dem 2011er noch klarer zutage, die Weine haben noch mehr Substanz und Struktur, zeigen kantigeres Profil.

Gut Hermannsberg sammelt ständig Erfahrung und führt mehr und mehr Parzellen durch ihre  Weingartenarbeit an ihr ideales Gleichgewicht heran.“ Mit dem Jahrgang 2011 ist Gut Hermannsberg einem wichtigen Ziel deutlich näher gekommen. Karsten Peter: „Wir wollen uns ganz stark auf die Weinbergsarbeit konzentrieren und so wenig wie möglich im Keller eingreifen, um das Potenzial und die Eigenheiten der jeweiligen Weinbergslage klar im Wein zum Ausdruck zu bringen. Ich glaube, das ist uns 2011 besser als je zuvor gelungen.“ Auf Gut Hermannsberg begann das Jahr 2011 mit einem für die Region langen Winter, viel Schnee und gemäßigten Temperaturen. Peter: „Zum Glück blieben wir vor Frostschäden verschont.“ Der warme Frühling sorgte für frühen Austrieb der Reben an der Nahe, die kleinen Fröste Anfang Mai konnten den Weinberge des Gutes – de facto ausschließlich begünstigte Hanglagen – nichts anhaben: „Da sind wir gut davongekommen“, so Peter. Die Ende Mai/Anfang Juni – und damit 14 Tage eher als sonst – einsetzende Blüte verlief gleichmäßig in allen Weinbergen, war kurz, perfekt, die Befruchtung optimal. Der Sommer brachte Riesling-ideale Bedingungen: nicht zu heiß, ausreichend Niederschläge. Die andernorts wütenden Unwetter des Augusts zogen am Hermannsberg vorbei, ohne Schäden anzurichten. Ein sehr warmer September ließ die Trauben perfekt reifen, der gleichmäßig schöne Oktober mit seinen langen warmen Tagen und kühle Nächte sorgte für perfekte Aromenausbildung in den Trauben. Karsten Peter: „Wir konnten bis Ende Oktober in Ruhe alle Parzellen am jeweiligen Höhepunkt der Traubenreife lesen.“ Fäulnis war kaum ein Thema, nur wenige Trauben waren von Botrytis befallen; diese wurden später für Trockenbeerenauslesen und Auslesen selektioniert.

Insgesamt brachte das Jahr 2011 auf Gut Hermannsberg hochreifes Lesegut, moderate Säure und eine tolle Tanninstruktur: dank der Fortune mit dem Wetter, aber auch dank der während des ganzen Jahres akribisch betriebenen, individuell auf die einzelnen Weinbergslagen, ja sogar Parzellen abgestimmten Laub- und Weingartenarbeit, auf die Karsten Peter sehr viel Wert legt. „Mit 2011 sind wir sehr, sehr happy“ – ist für den zu Ruhe, Ausgeglichenheit und Coolness neigenden, nicht für emotionale Extrovertiertheit bekannten Betriebsleiter beinahe ein Gefühlsausbruch. Und es gleicht britischem Understatement, wenn er sagt: „Wir haben jetzt großartiges Potenzial in den Weinen und man muss sehen, wie sich das mit den Jahren in der Flasche entwickelt.“

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