Hundsrück

Im Zentrum des Centgrafenberges liegt in einem länglichen Rechteck das Filetstück des Weinbergs - die Gewanne Hunsrück. Die teilweise terrassierten Parzellen erstrecken sich auf einer Fläche von 12 ha, die durch die Höhenzüge des Odenwaldes vor kalten Winden und Feuchtigkeit geschützt werden. Auf der überwiegend nach Süden ausgerichteten Lage wird seit dem Jahrgang 2003 wieder ein Spätburgunder Großes Gewächs ausgebaut, welches den alten Namen "Hunsrück" trägt. Über die Herkunft des Namens gibt es verschiedene Versionen. Eine davon besagt, dass eine alte Gerichtsstätte (Rüge des Hundtes) an diesem geografisch exponiertem Ort zu finden war. Schon im Jahr 1688 war der „Hunsrück“ als Spitzenlage in Franken in der Steuerklasseneinteilung registriert. Im Jahr 2010 erfolgte die offizielle Wiedereintragung in die fränkische Lagenrolle, allerdings in der älteren Schreibweise Hundsrück. Der Boden entstand aus verwittertem Buntsandstein und die steinige Krumme über dem gewachsenen Felsmassiv schwankt zwischen einem halben bis zu drei Meter Tiefe. Hier finden sich teilweise tonige Flächen und unterschiedliche Lößauflagen. Ein idealer Weinbergsboden, der sehr leicht werwärmbar, gut durchlüftet und sehr gut drainiert ist. Der Hundsrück bringt jedes Jahr den kraftvollsten und würzigsten Spätburgunder aus Franken im Weingut Rudolf Fürst hervor. 

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Das Weingut Rudolf May ist in Eberstal bei Retzstadt zu Hause, wo es heute ca.13 ha eigene Weinberge bewirtschaftet. Das Weingut von Rudolf May ist ein recht junger Betrieb. Das Weingut bzw. die Gutsgebäude wurden erst 1999 erbaut. Vorher war Rudolf May in einem kleinen Keller in Retzstadt Selbstvermarkter. Der Betrieb wuchs aber Jahr um Jahr, da seine Weine, besonders der Silvaner aus Franken immer bekannter wurden.

Die Philosophie von Rudolf May ist es, ausdrucksstarke Weine vom Muschelkalk geprägt, mit feinen mineralischen Noten zu erzeugen - seine stärkste Rebsorte ist sicherlich der Silvaner. Ein großer Teil der Silvaner Berge sind mit alten Weinreben bestockt. Hier sind die Silvanerstöcke zwischen 35 u. 53 Jahre alt. Insgesamt sind das ungefähr 4 Hektar. Dazu reduziert Rudolf May den Ertrag, arbeitet bei den trockenen Weißweinen und Rotweinen nur mit qualitativ hochwertigen Weintrauben.

Im Keller arbeitet Rudolf May minimalistisch. Wenn nicht unbedingt nötig, setzt er den Weinen außer einer Minimaldosis Schwefel keine weiteren Mittel wie Enzyme oder Hefen zu. Sprich, die Weine aus Franken werden spontan vergoren und im Weinkeller wird so wenig wie möglich versucht in den Entstehungsprozess des Weines einzugreifen. Im Weinberg arbeitet das Weingut Rudolf May ohne Mineraldünger, ohne Herbizide & Insektizide, mit Begrünungen in den Rebzeilen. Laubarbeiten und die Weinlese wird komplett mit der Hand durchgeführt.

Der Erfolg gibt ihm Recht. Seit 2013 ist das Weingut auch Mitglied im VDP. Seitdem gibt es auch zwei VDP Große Gewächse vom Silvaner aus der Lage Rothlauf und Himmelspfad.

Weingut Rudolf May und der Silvaner

Im Sortiment geht es bei Rudolf May - wie sollte es auch anders sein, zum ganz großen Teil um den SILVANER. Egal ob als Gutswein, Ortswein, VDP erste Lage, Großes Gewächs oder als Sekt. Fast 70% der Rebflächen sind mit Silvaner bestockt. Dazu kommen ca. 10% Spätburgunder und ein bisschen Müller Thurgau, Grauburgunder, Riesling und Weißburgunder dazu. Die Weißweine und Rotweine aus Franken werden sowohl im Stahltank als auch in Holzfässern ausgebaut.

Die Silvaner von Rudolf May sind klar, saftig und süffig. Den Silvaner baut er in den Lagen Langenberg, Retzbacher Benediktusberg, Stettener Stein und Thüngersheimer Johannsiberg an. Die Weine sind reintönig, fruchtbetont und wunderschön saftig. Über die Jahre haben die Silvaner an Struktur und Komplexität zugelegt und gehören heute zu den besten Weinen in Deutschland.

Was andere über das Weingut Rudolf May sagen

Eichelmann über den Silvaner von Rudolf May:

"... Rudolf May hat in den vergangenen Jahren verstärkt auf Silvaner gesetzt und dies zahlt sich nun aus, seine Silvaner sind stimmig und beeindruckend, in der Spitze hat er eine Vielzahl von sehr individuellen Einzellagen-Silvanern anzubieten ..."

Gault Millau über das Weingut Rudolf May:

"... Eine tolle Kollektion ! Schon der der Silvaner  VDP Gutswein setzt ein Ausrufezeichen! Die Rotweine und Weissweine aus Franken werden spät gefüllt. So sind ganz im Sinne des Winzers Zeit und Geduld gefordert. ..."

 

Die Jahrgänge im Weingut Rudolf May

Jahrgangsbericht 2015

2015 war ein extremes Jahr. Bis Mitte August sehr trocken und heiß anschliessend sehr feucht. Bedingt durch das feuchte Wetter Mitte September musste das Weingut Rudolf May rasch handeln und sehr selektiv lesen, damit ausschließlich gesunde und reife Beeren zur Weinbereitung kamen. Die Ernte fiel relativ klein aus, aufgrund der Trockenheit im Sommer 2015 und durch einen kurzen, aber intensiven Hagelschlag am 22.07. auf ca. 2,5 ha der Weinberge des Weinguts Rudolf May. Dafür entschädigten aber super Qualitäten bei ihren Spitzen (vor allem beim Silvaner und den Burgundern). Ungemein geschmacksintensive Beeren, klein und fruchtig. Insgesamt hatte sich der 2015er nahtlos in die Reihe der letzten Jahrgänge einfügt, mit ein paar Überraschungen.

Jahrgangsbericht 2014

Beim Jahrgang 2014 wurde sehr früh, am 07.Oktober, die letzte Fuhre auf dem Weingut Rudolf May gefeiert. Bis Anfang September waren die Trauben perfekt, aber durch die anhaltenden Niederschläge auf die fast ausgereiften Beeren trat dann zwangsläufig Fäulnis auf. Somit gab es Ende September tolle, ausgereifte Beeren und weniger perfekte. Hier war nun Vorlese und Selektion im Weinberg sowie nochmaliges Überprüfen am Sortiertisch im Weingut Rudolf May notwendig. Das Ergebnis vom Jahrgang 2014 konnte sich sehen lassen. Es wurden Weine mit ausgewogener Alkohol- und Säurestruktur sowie feiner Mineralität und Finesse.

Jahrgangsbericht 2013

Der Vegetationsverlauf im Jahr 2013 stellte das Weingut Rudof May wieder vor neue Herausforderungen. Das erste Halbjahr war relativ kalt und nass, sodass die Entwicklung der Reben etwas zurück war. Aber die Sonne im Juli und August ließ das Weingut Rudolf May auf eine tolle Ernte mit gesunden und reifen Trauben hoffen. Dann kam allerdings ab Ende September wieder viel Regen auf die fast reifen Trauben und somit begann die Selektion im Weinberg, die gefaulten von den gesunden Beeren zu trennen. Dadurch konnte das Weingut Rudolf May zwar ein Ernteergebnis von guter bis sehr guter Qualität einlagern - bei der Menge mussten sie allerdings starke Einbußen hinnehmen.

Jahrgangsbericht 2012

Insgesamt war trotz des nassen Sommers, die jahreszeitliche Entwicklung für die Reben sehr positiv. Dadurch hatte das Weingut Rudof May bei der Weinlese außergewöhnlich gesunde goldgelbe Trauben mit viel Fruchtaroma und einer ausgeglichenen Konzentration. Die Mostgewichte lagen fast nur im gehobenen kabinett- oder spätlesegeeigneten Bereich. Die Voraussetzungen waren also ideal, um wunderbare und langlebige Weine zu werden.

Hersteller und Weingüter
Bassermann Jordan
Friedrich Becker
Il Mio
Knipser
Lukas Krauss
Markus Molitor
Oliver Zeter
Philipp Kuhn
Raumland
Reichsrat von Buhl
Rings
Salwey
Schneider
Selva Capuzza
Tesch
Van Volxem
Wolf Bürklin
Von Winning
Wittmann
Cantine San Marzano
Charles Smith
Dönnhoff
Dr. Heger